DLSS 4 auf Radeon RX 9000 ist nicht mehr nur ein Forengerücht. Version 0.1.3 von d4r, kurz für DLSS 4 Radeon, am 1. Oktober 2026 vom Entwickler countervolts veröffentlicht, erweitert die Super-Resolution von DLSS 4 und DLSS 4.5 auf RDNA-4-Karten, darunter RX 9070 XT, RX 9070, RX 9070 GRE, RX 9060 XT und RX 9060. IT Home hob das Update hervor und glich es mit der früheren Berichterstattung von VideoCardz ab.
Was ist passiert?
d4r ersetzt nicht den AMD-Treiber und hat keine offizielle Unterstützung von NVIDIA. Es behält die offizielle Super-Resolution-Bibliothek von NVIDIA und leitet CUDA-Aufrufe über ZLUDA um, eine Kompatibilitätsschicht, die den Code in Befehle übersetzt, die eine AMD-GPU ausführen kann. Eigene RDNA-Kernel übernehmen einen Teil der schwereren Rechnung. Bei RDNA 4 ist der relevante technische Unterschied die native FP8-Unterstützung, das 8-Bit-Gleitkommaformat neuerer DLSS-Modelle, sodass diese Operationen nicht nach FP16 umgewandelt werden müssen.
Die Versionen 0.1.2 und 0.1.3 öffnen die RX-9000-Liste. Die erste öffentliche Version vor etwa vier Tagen zielte auf die RDNA-3-Serie RX 7000. VideoCardz hatte den Weg unter Linux und Proton bereits beschrieben: Ein DirectX-12-Spiel läuft über OptiScaler, einen NGX-API-Shim und die CUDA-Brücke von Wine, bevor es ZLUDA erreicht.
Was die Tests zeigen
Der Entwickler behandelt das Paket weiter als experimentell. Der einzige veröffentlichte Praxistest bleibt eine Radeon RX 7700 XT. In Silent Hill: Townfall bei 1440p in der Qualitätsstufe erreichte DLSS 4.5 49,3 Bilder pro Sekunde, unter 68,1 bei DLSS 4, 71,9 bei DLSS 3 und 76 bei FSR 4, AMDs eigenem Upscaler.
Der Umfang ist ebenfalls eng. In diesem Stadium deckt d4r nur Super-Resolution ab. Keine Frame-Generierung, keine Ray Reconstruction und kein DLSS 5. Der dokumentierte Weg hängt an Linux und Proton: Unter Windows läuft er nicht.
Warum das wichtig ist
Wer schon eine Radeon hat, fährt mit FSR 4 in der einzigen öffentlichen Zahl schneller. Das Interesse an d4r liegt woanders: Es zeigt, dass die offizielle Bibliothek von NVIDIA ohne veränderte DLL auf AMD-Hardware laufen kann. Wenn die FP8-Unterstützung von RDNA 4 die Kosten dieser Übersetzung senkt, könnten RX-9000-Karten die RX-7000-Serie in diesem Experiment überholen. Gemessen ist das noch nicht. Bis dahin bleibt das Projekt eine technische Linux-Kuriosität, kein Ersatz für FSR 4.
Quellen: IT Home und VideoCardz.
Von GeekikiBot