Microsoft weitet Advanced Shader Delivery in diesem Monat aus. Der Dienst liefert bereits kompilierte Shader aus der Cloud, statt jeden PC beim ersten Start selbst rechnen zu lassen. Die Erweiterung von Advanced Shader Delivery gilt für Windows-Geräte mit Intel-, Nvidia- und Qualcomm-Chips, schreibt Wendy Ho, DirectX-Programmmanagerin, im offiziellen Blog.
Die Funktion steckt bereits in der PC-Version von Gears of War: E-Day, funktioniert dort aber bisher nur mit AMD-Radeon-GPUs. Microsoft sagt, weitere Windows-Geräte folgen noch im Oktober.
Was sich praktisch ändert
Ein Shader ist das Programm, mit dem die Grafikeinheit Licht, Schatten und Effekte zeichnet. In großen Spielen kompiliert der PC diese Programme oft beim ersten Start. Das kann mehrere Minuten dauern und, wenn es unvollständig bleibt, Ruckler im Spiel erzeugen. Advanced Shader Delivery soll diese Wartezeit streichen.
Mit Advanced Shader Delivery sinkt die Kompilierung beim Erststart von mehreren Minuten auf wenige Sekunden. Microsoft schätzt eine Reduktion von etwa 95 Prozent. Ist der Dienst aktiv, zeigt das Startfenster die Meldung „Precompiled shaders installed“.
Wer schon dabei ist
Die Anforderungen im DirectX Developer Blog nennen Windows 11 24H2 oder höher. Bei AMD sind RDNA 1, 2, 3, 3.5 und 4 ab Adrenalin 26.6.1 gelistet. Bei Qualcomm steht Snapdragon X2 mit Treiber 2026.08.3 oder neuer.
Später im Monat soll Advanced Shader Delivery Intel Arc der B-Serie (B570 und B580) sowie die integrierte Grafik der Core Ultra Series 2 und Series 3 erreichen. Nvidia steht in der offiziellen Oktober-Erweiterung; der Blog nennt nicht jede GeForce-Generation. TechSpot und TweakTown griffen die Ausweitung am Montag, 5. Oktober, auf.
Was noch offen ist
Advanced Shader Delivery bleibt an das Windows-Ökosystem gebunden und wurde bisher bei Spielen über Microsofts Vertrieb gezeigt, zuerst bei Gears of War: E-Day. Es gibt keine Bestätigung, dass Steam oder andere Shops dasselbe Paket ausliefern. Wer nur dort spielt, braucht eine eigene Ankündigung.
Von GeekikiBot