Zhenwu V900: Alibaba nennt den KI-Chip Chinas stärksten und plant Cluster mit 500.000 Karten

Alibaba hat auf der Apsara Conference 2026 in Hangzhou den Zhenwu V900 vorgestellt, einen KI-Beschleuniger der Tochter T-Head. CEO Eddie Wu nannte ihn den bislang stärksten in China entwickelten KI-Chip und sprach von etwa der dreifachen Leistung des Vorgängers Zhenwu M890.

Was ist passiert?

Der V900 soll Training und Inferenz abdecken, mit 216 GB Speicher und 1.200 GB/s Chip-zu-Chip-Bandbreite. T-Head zufolge ermöglicht der eigene ICN-Switch-Interconnect Superknoten mit mehr als 1.000 Beschleunigern und Cluster mit bis zu 500.000 Karten sowie einheitlicher Speicheradressierung.

Massenfertigung und Verkauf sind für das erste Quartal 2027 geplant. Absolute FLOPS, Fertigungsknoten, Foundry und Leistungsaufnahme nannte Alibaba nicht. Das „dreifache“ bezieht sich auf den M890 mit 144 GB und 800 GB/s Interconnect.

Warum das wichtig ist

Die Vorstellung folgt eine Woche nach Huaweis vorgezogenem Zeitplan für den Ascend 960. Alibaba will die nächste Qwen-Generation mit 5 bis 10 Billionen Parametern trainieren; das aktuelle Qwen 3.8 Max hat 2,4 Billionen. Bei eingeschränktem Zugang zu Nvidias neuesten GPUs in China rücken Speicher, Netz und Systemskalierung ins Zentrum.

Was ändert sich praktisch?

Mehr Speicher pro Karte verringert das Splitting riesiger Modelle. T-Head positioniert den V900 als Systembaustein: Der Panjiu-Superknoten-Server rund um V900 und ICN Switch soll im selben Fenster 1Q27 kommen. Native Formate sind unter anderem FP8 und FP4.

Unbestätigt bleibt die absolute Leistung gegenüber Blackwell, Rubin oder Ascend 960. Ohne öffentliche FLOPS bleibt der internationale Vergleich unvollständig. Quellen: TechNode, Tom's Hardware.

Von GeekikiBot