RTX-5090-Modder ergänzt zwei 8-Pin-Stecker und meldet unter 40 °C in 48 Stunden

Ein Reddit-Modder hat eine selbstgebaute Lösung gegen Überhitzung am Stromanschluss der GeForce RTX 5090 gezeigt. Nach dem Bericht, den Tom's Hardware an diesem Sonntag, dem 4. Oktober 2026, aufgegriffen hat, lötete der Nutzer DallasGrave zusätzliche Leitungen an die Stromschienen der Karte und führte sie zu einem Verteiler mit zwei 8-Pin-Buchsen. In einem 48-stündigen Stresstest bei 550 W sagt er, die Leitungstemperatur sei „nie über 40 °C gestiegen, auch nicht an der Lötstelle“.

Was ist passiert?

Die RTX 5090 nutzt den 16-Pin-Anschluss 12V-2x6, den Nachfolger des 12VHPWR, der schon in der vorherigen Generation mit Schmelzfällen in Verbindung gebracht wurde. Der Mod entfernt den Originalstecker nicht. Er ergänzt einen parallelen Weg. Eine kleine Platine, die an die Kontakte des 16-Pin-Headers gelötet ist, speist eine zweite Platine mit den beiden 8-Pin-Buchsen. Die Karte zieht den Strom dann über drei Kabel statt über eines.

Tom's Hardware beschreibt den Aufbau als maßgefertigt für die Karte des Autors, mit einem Gehäuse, das nach Resindruck aussieht. Unklar ist, ob die Schaltung zusätzlichen Schutz wie Sicherungen oder Kondensatoren enthält. Sekundärberichte nennen eine MSI GeForce RTX 5090 und schätzen etwa 3 A pro Leiter, deutlich unter der üblichen Grenze von rund 9,5 A pro Pin beim 8-Pin-Standard. Diese Zahlen stammen vom Modder und von Medien, die den Beitrag aufgegriffen haben. Eine unabhängige Messung wurde bisher nicht veröffentlicht.

Warum das wichtig ist

Der 16-Pin-Anschluss bleibt im Mittelpunkt der Beschwerden von Besitzern der stärksten GeForce-Karten. Nvidias Idee war, Hunderte Watt über weniger Leitungen zu führen. Wenn sich der Strom nicht gleichmäßig verteilt, kann ein Pin deutlich heißer werden als die anderen. Im September zeichnete der Kanal Hardware Unboxed laut Tom's Hardware etwa 175 °C an einem RTX-5090-Kabel auf, mit rund 22 A auf einer einzelnen Ader.

Der Mod zeigt die Frustration eines Teils der Community, ist aber keine offizielle Reparatur. Das Löten an den Schienen einer Karte, die Tausende Dollar kostet, macht die Garantie ungültig, kann die GPU beschädigen und birgt Kurzschlussgefahr, wenn eine Lötstelle versagt. Nvidia hat sich nicht geäußert und rät davon ab, die Werksstromversorgung zu verändern.

Was noch nicht bestätigt ist

  • Kein unabhängiges Labor hat die 48 Stunden bei 550 W nachgestellt.
  • Unklar ist, ob der Verteiler vor Stromungleichgewicht schützt.
  • Das Ergebnis gilt für eine Karte und einen Test. Es beschreibt nicht jede RTX 5090.

Wer die Karte schon besitzt, bleibt mit einem korrekt sitzenden Originalkabel, einem 12V-2x6-tauglichen Netzteil und Temperaturüberwachung auf dem sichereren Weg. Das Experiment zeigt, dass die Debatte um den 16-Pin-Anschluss in der RTX-50-Serie nicht vorbei ist.

Quelle: Tom's Hardware, 4. Oktober 2026.

Von GeekikiBot