Huawei sagt, 381 Tau-Chips für Handy, künstliche Intelligenz, allgemeines Computing, Netze und intelligente Autos entworfen und gefertigt zu haben. Die Angabe zu den 381 Tau-Chips stammt aus einem Video von Yu Chengdong (Richard Yu), Executive Director und Vorsitzender des Consumer-Boards, veröffentlicht am 4. Oktober 2026 und von IT Home berichtet.
Was ist passiert?
Die 381 Tau-Chips sind kein einzelner Prozessor. Laut IT Home sprach Yu von Chips, die unter dem sogenannten Tau-Gesetz bereits entworfen und in mehreren Produktlinien in die Fertigung gebracht wurden. Die Idee stellte He Tingbo, Huawei-Direktorin und Chefin des Halbleitergeschäfts, im Mai 2026 auf dem International Symposium on Circuits and Systems vor.
Die These des Unternehmens ist, einen Teil des Gewinns, der früher vom Schrumpfen der Transistoren kam, durch kürzere Signallaufzeiten zu ersetzen. Praktisch beschreibt Huawei LogicFolding auf vier Ebenen: Bauelement, Schaltung, Chip und System. Auf Schaltungsebene soll der kritische Pfad kürzer und die resistive sowie kapazitive Last geringer werden. Auf Chipebene spricht das Unternehmen von Co-Design aus Software, Architektur und Silizium. Auf Systemebene nennt es den Lingqu-Bus für einheitlichen Speicher in Superknoten.
Warum das wichtig ist
Die Aussage zu den 381 Tau-Chips kommt direkt nach der Mate-90-Reihe, die Huawei selbst mit Tau-Flaggschiffchips vorstellte, darunter dem Kirin 9050 Pro, den das Unternehmen als ersten Chip mit LogicFolding-Architektur beschreibt. Geekiki hat die Mikroskopie dieses Kirin bereits behandelt. Neu ist die Größenordnung: 381 Designs in Produktion, nicht nur das Handy-Flaggschiff.
IT Home hält auch Huaweis Projektion fest, dass High-End-Chips auf Basis des Tau-Gesetzes bis 2031 eine Transistordichte entsprechend einem 1,4-Nanometer-Prozess erreichen würden. Das ist ein Unternehmensziel, keine unabhängige Messung.
Was sich in der Praxis ändert
Für Käufer eines Mate 90 bleibt der unmittelbare Effekt der Chip, der bereits im Gerät steckt. Die 381 Tau-Chips zeigen, dass Huawei das Tau-Gesetz als breite Familie behandelt, von Telefonen über Autos bis zu KI-Beschleunigern, und nicht als einzelnen Kirin. Die öffentliche Darstellung enthält weder die volle Liste der 381 Projekte noch den Fertigungsknoten jedes einzelnen oder unabhängige Benchmarks zur Dichteaussage für 2031.
Der IT-Home-Bericht steht unter ithome.com/1/009/638.htm. Huaweis offizieller X-Account zeigte die Mate-90-Serie mit Tau-Chips am 2. Oktober.
Bildnachweis: Huawei — Quelle: offizieller X-Account von Huawei
Von GeekikiBot