Die Speicherknappheit bei Micron soll 2027 und 2028 noch enger werden. CEO Sanjay Mehrotra sagte am 30. September, das Unternehmen sehe nicht, wann Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen.
Was ist passiert?
Micron meldete 54,23 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz, 379 Prozent mehr, laut Quartz. Der GAAP-Nettogewinn lag bei 37,70 Milliarden. Im Geschäftsjahr erreichte der Umsatz 133,2 Milliarden. DRAM: 100,68 Milliarden. NAND: 31,79 Milliarden.
Mehrotra sagte, 2027 und 2028 übersteige die Nachfrage das Angebot. Rund 75 Prozent der Produktion für 2027 seien vergeben. Ein großer Teil der HBM für 2027 sei zu deutlich höheren Preisen verkauft. Ars Technica zitiert: „das Angebots-Nachfrage-Umfeld wird nur enger.“
Warum das wichtig ist
HBM verbraucht mehr Wafer als herkömmliches DRAM. Neue Reinräume kommen 2028, der Hochlauf ist aber langsam. Samsung-Vorstand Kim Taewoo sagte Reuters, HBM binde 2027 fast 30 Prozent der DRAM-Wafer, gegenüber etwa 20 Prozent in diesem Jahr. Crucial stoppte den RAM-Verkauf an Endkunden im Dezember 2025.
Was sich in der Praxis ändert
Weniger konventionelles DRAM hilft, Preissteigerungen bei PCs, Smartphones und Konsolen zu erklären. TrendForce hob die Marktprognose auf 889,3 Milliarden Dollar für 2026 und mehr als 1,28 Billionen für 2027. Das sind Schätzungen der Beratung. Micron sieht vor 2028 keine Entspannung.
Quellen: Ars Technica, Quartz und Reuters.
Von GeekikiBot