OpenAIs Jalapeño-ASIC läuft bereits mit AMD-Turin-CPUs und lässt Nvidias Vera außen vor

OpenAIs Jalapeño-ASIC ist bereits intern im Einsatz, zusammen mit AMD-EPYC-Prozessoren der Generation Turin, jeder Host mit 1,5 TB Speicher. Die Angabe stammt aus einem Interview mit Richard Ho, Vizepräsident und Hardware-Chef, bei Tom's Hardware und wurde am 3. Oktober von IT Home aufgegriffen. Der Jalapeño-ASIC ist der Inferenz-Chip, den OpenAI im August 2026 auf der Hot Chips zeigte, entwickelt mit Broadcom.

Was ist passiert?

Ho nannte die Turin-Wahl pragmatisch für den Jalapeño-ASIC. Nvidias Vera-CPU liege bei der Reife noch etwas zurück. Turin sei stark genug, und Partner hätten bereits Erfahrung mit der Plattform, was die Einführung beschleunige.

Das Design des Jalapeño-ASIC folgte zwei Regeln: Risiko senken und schnell in die Produktion kommen. Ho sagte, Leistungs- und Kostenziele seien aggressiv gewesen, unnötiges Risiko bei der Host-Plattform habe man aber vermieden.

Warum das zählt

Ein ASIC ist ein Chip für eine Aufgabe. Beim Jalapeño-ASIC ist das Inferenz: Anfragen an bereits trainierte KI-Modelle beantworten, nicht von null trainieren. Den Beschleuniger auf AMD-Servern zu hosten zeigt, dass diese erste Welle nicht von Nvidias neuer CPU abhängt. Der Schritt steht neben dem Rennen um lokale KI-Rechner, etwa den DGX Spark mit 64 GB, hier geht es aber um OpenAIs eigenes Rechenzentrum.

Der Chip bleibt intern. Ho sagte, ein externer Verkauf des Jalapeño-ASIC sei derzeit nicht geplant, ein breiterer Einsatz bei ausreichenden Ressourcen aber nicht ausgeschlossen. Sekundärberichte, die eine SemiAnalysis-Beschreibung zitieren, nennen Trays mit zwei Turin-CPUs und 1,5 TB DRAM, Racks mit 128 Chips und eine Skalierung auf bis zu 2.048 Beschleuniger. Diese Zahlen wurden in den von Tom's Hardware zitierten öffentlichen Aussagen Hos nicht bestätigt und sind als Schätzung Dritter zu lesen.

Quellen: Tom's Hardware und IT Home.

Von GeekikiBot