Die Microsoft Execution Containers, kurz MXC, haben die Vorschau verlassen und sind in Windows 11 allgemein verfügbar. Die Ankündigung kam beim Event Windows and Surface October 2026 News am 7. Oktober und setzt KI-Agenten in eine Sandbox mit eigener Identität.
Was ist passiert?
Windows-Chef Pavan Davuluri beschrieb das System als Plattform für Agenten. Die im Juni auf der Build 2026 gezeigten Microsoft Execution Containers verlassen das Insider-Programm, so Microsofts Entwicklerblog und heise. Agenten existieren als eigene Nutzer mit eigenen Zugriffslimits. Die Integration mit Microsoft Entra soll kurz darauf folgen. Microsofts Beispiel: Eine Person kann SharePoint-Inhalte öffnen, der Agent auf seinem eigenen Konto kann abgelehnt werden.
Die zweite Spur heißt hybride Intelligenz. Davuluri nannte Modelle für lokale Läufe auf Nvidia-RTX-Spark-Hardware. Microsofts MAI Code 1.1 Flash nutzt 3-Bit-Quantisierung, wird 80 Prozent kleiner und landet bei 53 GB, mit einem Kontextfenster von bis zu 256.000 Token. Ein Nvidia-Nemotron mit 2 Bit passt in 20 GB RAM. DeepSeek V4 Flash mit 1,6 Bit wurde mit 60 GB RAM genannt. Die Windows-ML-Laufzeit unterstützt jetzt auch llama.cpp.
Warum das wichtig ist
Bisher erbte ein Desktop-Agent meist die Zugriffe des Nutzers. Die Microsoft Execution Containers versuchen, Handeln und Autorisieren zu trennen, mit Agent 365 als Konsole. Das nimmt das Risiko nicht weg: Richtlinien müssen gesetzt werden, und die Entra-Integration ist nicht fertig. Es ist das erste Containment-Stück, das Microsoft auf Windows 11 als stabil bezeichnet.
Bei den Kosten zeigte eine GitHub-Copilot-Demo deutlich über eine Million lokal verbrauchte Token. HydraFusion soll bis Ende Oktober lokale Modelle in Copilot für Windows erreichen.
Was sich in der Praxis ändert
Windows-11-Nutzer bekommen die Container als reguläre Funktion. Copilot Home, Copilot Code und Autopilot sollen in den kommenden Monaten auf Copilot+-PCs kommen. Im Beispiel sammelte Autopilot Dokumente, baute ein Zip und ließ die E-Mail sendebereit. Genannte Partner sind Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI, plus RTX-Spark-Hardware.
Quellen: Microsoft, Windows Developer Blog und heise online.
Bildnachweis: Microsoft — Quelle: heise online
Von GeekikiBot