Viasat verliert Abonnenten: US-Basis bricht seit Starlink um 83 % ein

Viasat verliert Abonnenten in den USA in rasantem Tempo: Der Anbieter beendete das letzte Quartal mit rund 100.000 Festnetz-Breitbandkunden, gegenüber 603.000 im dritten Quartal 2020 – ein Rückgang um etwa 83 % seit dem Start der Beta-Version von Starlink. Die Zahlen stammen aus dem Aktionärsbrief für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 30. September 2026 endete und am 5. November veröffentlicht wurde.

Was die Zahlen zeigen

Allein im letzten Quartal sank die Kundenzahl von rund 115.000 auf 100.000 – ein Verlust von etwa 15.000 Anschlüssen oder 13 %. Der Umsatz der Kategorie Fixed Services & Other ging im Jahresvergleich um 23 % zurück, der Umsatz des Segments Communication Services fiel um 3 % auf 815 Millionen US-Dollar.

Finanzvorstand Gary Chase führte den Rückgang auf die saisonal hohe Abwanderung im amerikanischen Sommer zurück, als das Unternehmen auf die Inbetriebnahme von ViaSat-3 Flight 2 wartete. Der neue geostationäre Satellit ging Anfang Oktober über Amerika in Betrieb, mit geplanten Download-Geschwindigkeiten von über 100 Mbit/s, und Viasat startete den Tarif Unleashed Max für 109,99 US-Dollar pro Monat im ersten Jahr und 179,99 US-Dollar danach – mehr als die rund 130 US-Dollar des Starlink-Tarifs Residential Max 2.

Der Vormarsch von Starlink

Die Deutsche Bank schätzt, dass Starlink in den USA bereits 4,1 Millionen Abonnenten hat. Laut Ookla erreichte die mittlere Download-Geschwindigkeit von Starlink im zweiten Halbjahr 2025 in allen US-Bundesstaaten außer Alaska mindestens 100 Mbit/s. Das unmittelbare Ziel der Viasat-Führung ist es nach eigenen Angaben, die Verluste zu bremsen und die Cash-Generierung zu verbessern – nicht, eine schnelle Rückkehr in den Privatkundenmarkt zu versprechen.

Während Viasat Abonnenten verliert, schrumpft der Markt für geostationäre Satelliten insgesamt: HughesNet, ein weiterer Pionier des Segments, meldete im Sommer 2026 Insolvenz nach Chapter 11 an. Auch die ViaSat-3-Konstellation selbst hat einen Rückschlag erlitten – der erste Satellit, gestartet im April 2023, arbeitet wegen eines Problems beim Entfalten der Antenne mit reduzierter Kapazität.

Viasat verliert Abonnenten im Privatkundengeschäft, während das Unternehmen seinen Fokus auf Luftfahrt, Schifffahrt und Behörden verstärkt – ein Bereich, in dem der Kauf von Inmarsat im Jahr 2023 dem Unternehmen eine starke Position verschafft hat. Die NASA selbst hat Viasat, gemeinsam mit Astranis und Global Enterprise Solutions, für Ka-Band-Satellitenrelais ausgewählt.

Bildnachweis: Satellit ViaSat-3, gebaut von Boeing. Foto: SatNews.

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Quellen: Sam Salhi / BrainUp; TeslaNorth; Feedzop. Originalbericht der PCMag, auf Basis der Quartalsergebnisse von Viasat.

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