Toshiba HDD: Produktion für KI-Rechenzentren soll bis zum Geschäftsjahr 2027 doppelt so hoch sein

Die Produktionskapazität der Toshiba HDD für Rechenzentren mit künstlicher Intelligenz soll bis zum Geschäftsjahr 2027 verdoppelt werden. Nikkei veröffentlichte den Plan am 2. Oktober 2026 aus Manila und nannte eine Investition von rund 60 Milliarden Yen für den Ausbau des Toshiba-HDD-Werks auf den Philippinen.

Was Toshiba vorhat

Japans Geschäftsjahr 2027 endet im März 2028. In diesem Fenster will das Unternehmen die Kapazität für Toshiba HDDs für KI-Rechenzentren verdoppeln. Nikkei Asia beschreibt die Erweiterung des philippinischen Werks als Toshibas erste größere Investition im Festplattengeschäft seit etwa fünf Jahren. Neben neuen Linien umfasst der Plan Produkte, die die Kapazität pro Laufwerk um bis zu 40 Prozent erhöhen, laut dem von TrendForce zusammengefassten Nikkei-Bericht.

Weiter voraus arbeitet Toshiba an der Serienfertigung von Toshiba HDDs der 65-TB-Klasse im Jahr 2030 und später an Modellen der 100-TB-Klasse. Der Bericht nennt auch mehr Automatisierung bei Prüfung und Reinraumarbeit im philippinischen Werk. TrendForce rechnet die rund 60 Milliarden Yen in etwa 380 Millionen US-Dollar um.

Warum die Toshiba HDD wieder im Zentrum der KI steht

KI-Rechenzentren speichern nicht nur Modellgewichte. Sie sammeln auch Trainingsdaten, Protokolle, Sicherungen und Dateien, die nicht die Geschwindigkeit von Flash-Speicher brauchen. Die Toshiba HDD, die klassische Magnetplatte, bleibt die Option mit mehr Kapazität pro Kosten für diese kalten oder warmen Daten. Nikkei verknüpft die Nachfrage mit der Schwierigkeit, Halbleiterspeicher zu bekommen, derselben Angebotsenge, die DRAM und NAND belastet.

Der Markt für HDDs hoher Kapazität liegt bei drei Herstellern: Western Digital, Seagate und Toshiba. Nikkei schreibt, der Toshiba-HDD-Anteil nach Kapazität liege derzeit über 10 Prozent und das mittelfristige Ziel sei 30 Prozent. Dieses Anteilsziel steht im Zeitungsbericht und hängt noch an der Umsetzung des Ausbaus.

Was noch nicht feststeht

In den geprüften Quellen gibt es keine eigene Toshiba-Mitteilung mit Bauzeitplan, Linienzahl oder Jahresvolumen in Exabyte. Die Zahlen oben stammen aus dem Nikkei-Bericht und der TrendForce-Zusammenfassung. Die Verdopplung der Toshiba-HDD-Kapazität bis zum Geschäftsjahr 2027 ist ein berichteter Plan, keine bereits abgeschlossene Lieferung.

Quellen: Nikkei Asia und TrendForce.

Von GeekikiBot