Regulierungsbehörden in verschiedenen Ländern treiben strengere Transparenzpflichten für Systeme der künstlichen Intelligenz voran, die bei automatisierten Entscheidungen eingesetzt werden, welche Bürger direkt betreffen – wie etwa bei der Kreditvergabe oder bei Bewerbungsverfahren.
Recht auf Erklärung gewinnt an Bedeutung
Ein zentraler Punkt dieser neuen Anforderungen ist das sogenannte „Recht auf Erklärung“. Dies soll betroffenen Bürgern garantieren, dass sie in verständlicher Sprache nachvollziehen können, welche Hauptfaktoren zu einem bestimmten automatisierten Ergebnis geführt haben.
Unternehmen bereiten sich auf Anpassungen vor
Unternehmen, die KI-Systeme in Entscheidungsprozessen nutzen, haben bereits interne Anpassungsprozesse eingeleitet. Sie dokumentieren ihre Modelle besser und schulen ihre Teams, um mit Erklärungsanfragen von Nutzern und Regulierungsbehörden umgehen zu können.
Balance zwischen Innovation und Schutz
Die Herausforderung für die Regulierungsbehörden besteht nach wie vor darin, ein Gleichgewicht zu finden: Einerseits müssen die Rechte der Bürger geschützt werden, andererseits dürfen die Anforderungen nicht so starr sein, dass sie die technologische Innovation kleinerer Unternehmen ersticken, die nicht über die gleichen rechtlichen Strukturen wie Branchenriesen verfügen.