Googles Japan-Gboard legt 116 Tasten auf vier Förderbänder und gibt das Projekt zum 3D-Druck frei

Das Gboard-Team von Google Japan hat am 1. Oktober 2026 das 15. Experiment seiner jährlichen Reihe unwahrscheinlicher Tastaturen veröffentlicht. Das Modell dieses Jahres heißt Gboard kurukuru, die Förderband-Version: Vier motorisierte Bänder mit je 29 Tasten bringen die Buchstaben zum Finger, statt die Hand über die Tastatur wandern zu lassen.

Die Idee ist einhändiges Tippen. Groß- und Kleinbuchstaben gehen direkt, ohne Shift, und der offizielle Text scherzt, man könne tippen, während man eine Tasse hält oder die Maus benutzt. Das Team sagt, es prüfe Farbvarianten, einen schnelleren Modus sowie lange und kurze Versionen. Nichts davon ist ein Produkt.

Was sich praktisch ändert

Das Datum ist Absicht. In der Blog-FAQ erklärt Google, der 1. Oktober sei wegen der 101-Tasten-Tastatur gewählt worden. Die nächste Antwort zählt: Ein Verkauf ist nicht geplant. Was es gibt, ist ein offenes Kit im Repository google/mozc-devices, mit Design, Firmware und 3D-druckbaren Teilen.

Wer es baut, übernimmt das Tempo der Bänder. Ein Buchstabe lässt sich nur drücken, wenn er den Tipppunkt passiert. Das ist das Gegenteil einer normalen Tastatur und tauscht in der Praxis Handbewegung gegen Warten. Google behandelt das Set als Laborvorschlag, nicht als offizielles Zubehör des Handy-Gboard.

Warum das zählt

Die Reihe ist im japanischen Büro schon Tradition. Im Vorjahr ersetzte das Experiment Tasten durch Scheiben. 2026 ist die Geste anders: physische Hardware, Open Source und ein Ingenieurwitz, den jeder mit einem 3D-Drucker nachbauen kann. Für Gadget- und Maker-Publikum liegt der Wert im Repository, nicht im Regal.

Quellen

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