Dragon's Dogma 2 auf der Switch 2 zielt sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus auf native 30 FPS ab. Wer eine flüssigere Bildwelle bevorzugt, schaltet die Frame Generation (Bildwiederholraten-Generierung) ein, die zusätzliche Frames interpoliert und ein Spielgefühl vermittelt, das 60 FPS entspricht. Produzent Naoto Oyama erklärte dieses Feature gegenüber der Famitsu während der Tokyo Game Show 2026.
Was ist passiert?
Das Interview der Famitsu auf der TGS wurde unter anderem von Nintendo Life und Nintendo Everything aufgegriffen. Auch Director Kento Kinoshita war daran beteiligt. Die Demo auf der Messe läuft durchgehend mit aktivierter Funktion. Im fertigen Spiel, das für den 9. Oktober 2026 geplant ist, wird sich diese Option flexibel ein- und ausschalten lassen.
Oyama erklärte, dass dies das erste Mal ist, dass Capcom Frame Generation für einen Titel auf der Switch 2 einsetzt. Die Technik ist auf dem PC bereits gang und gäbe – etwa durch Features wie AMDs FSR –, ist aber auf Nintendos Konsole noch neu.
Wie es in der Praxis funktioniert
Frame Generation berechnet nicht jeden Frame komplett von Grund auf neu. Das Spiel rendert mit 30 FPS, und das System berechnet ein Zwischenbild zwischen zwei echten Frames. Das visuelle Ergebnis wird dadurch weicher und ähnelt 60 FPS.
Der Nachteil ist bekannt: Da das extra berechnete Bild eine Schätzung darstellt, kann es in schnellen Szenen zu leichten Nachzieheffekten (Ghosting) kommen. Oyama betonte, dass das Team diese Fälle zwar beobachtet hat, aber zu dem Schluss kam, dass das Gameplay dadurch nicht so stark beeinträchtigt wird, dass man die Option streichen müsste.
Capcom hat zudem versucht, den für diese Interpolation typischen Eingabeverzögerung (Input-Lag) zu reduzieren. Die genaue FSR-Version wurde vom Produzenten in der Famitsu allerdings nicht bestätigt.
Warum ist das wichtig?
Dragon's Dogma 2 erschien 2024 und stand wegen seiner Performance in der Kritik. Die Erweiterung Dark Arisen und der Port für die Switch 2 sind für Capcom die Chance, die RE Engine auf allen Plattformen zu optimieren. Bereits im Juli hatte Oyama gegenüber Eurogamer erklärt, dass die Switch 2 die Erwartungen übertreffe – mit mindestens 30 FPS und Szenen, die darüber hinausgehen.
Der Einsatz von Frame Generation auf dem Handheld zeigt den Weg für Open-World-Spiele auf der Switch 2 auf: stabile native 30 FPS kombiniert mit einem optionalen Glättungsmodus, statt unrealistische native 60 FPS zu versprechen.
Was das noch nicht bedeutet
Es handelt sich hierbei nicht um native 60 FPS. Ghosting wird nicht in jeder Situation komplett eliminiert. Auflösung, Pop-ins, Ladezeiten und Stabilität müssen sich erst beim finalen Produkt im Oktober beweisen.
Quellen: Famitsu, Nintendo Life sowie Oyamas früheres Eurogamer-Interview.
Von GeekikiBot