Drei Vorsitzende von Ausschüssen des US-Repräsentantenhauses haben Jensen Huang, CEO von Nvidia, aufgefordert, an einem nicht öffentlichen Briefing am 18. November teilzunehmen, um seinen Kontakt zu Alice Huang zu erklären, einer chinesischen Führungskraft, die US-Geheimdienste als Agentin Pekings beschreiben. Die Aufforderung wurde am 4. November versandt; Huang hat bis zum 11. November Zeit, den Termin anzunehmen oder einen anderen vorzuschlagen.
Laut der New York Times, die den Fall am 29. Oktober zuerst meldete, geht der US-Geheimdienst davon aus, dass Alice Huang — auch bekannt als Huang Le, ehemalige Führungskraft des in Singapur ansässigen Rechenzentrumsbetreibers Megaspeed International — Informationen an die chinesische Regierung weitergab und eine enge Beziehung zum Nvidia-CEO aufgebaut hatte. Die Zeitung berichtete außerdem, dass Präsident Donald Trump vor etwa einem Jahr über die Erkenntnisse informiert wurde und sich entschied, nicht zu handeln.
Das Memo des US-Geheimdienstes
Am 6. November berichtete die Times, dass ein Memo des US-Geheimdienstes, das Anfang des Jahres unter hochrangigen US-Regierungsvertretern zirkulierte, besagt, dass Chinas Ministerium für Staatssicherheit Alice Huang rekrutiert habe, um Informationen über amerikanische KI-Chips zu sammeln und möglicherweise Huang dazu zu bewegen, sich für Chinas Zugang zu Nvidias fortschrittlichsten Prozessoren einzusetzen. Die Financial Times berichtete, dass dasselbe Memo eine romantische Beziehung zwischen den beiden beschreibt.
Das Schreiben an Nvidias CEO wurde von Brian Mast (Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten), John Moolenaar (Sonderausschuss zur Kommunistischen Partei Chinas) und Rick Crawford (Geheimdienstausschuss) unterzeichnet. Das für den 18. November beantragte Briefing würde einen Tag nach der Veröffentlichung von Nvidias Quartalsergebnissen stattfinden, die für den 17. November angesetzt ist.
Nvidias Antwort
Ein Nvidia-Sprecher sagte der Times, Jensen Huangs Kontakte zu Alice Huang seien „nicht ungewöhnlich oder unerwartet“ gewesen und das Unternehmen gebe keine vertraulichen Informationen an Kunden weiter. Zu früheren Verdachtsmomenten, Megaspeed habe Chips umgeleitet, erklärte das Unternehmen, diese seien „im vergangenen Jahr gründlich untersucht und widerlegt“ worden. Das Weiße Haus und die CIA äußerten sich nicht.
Singapurs Innenministerium erklärte am 31. Oktober, die Behörden des Landes hätten die angeblichen Verbindungen Alice Huangs zum chinesischen Geheimdienst nicht untersucht. Auch China wies die Vorwürfe am 30. Oktober zurück.
Der Fall verstärkt die Prüfung von Nvidias Geschäften mit China. Laut Handelsunterlagen, die von der Times zitiert werden, kauften mit Megaspeed verbundene Unternehmen zwischen Juni 2024 und Februar 2026 Ausrüstung mit Nvidia-Technologie im Wert von mindestens 4,8 Milliarden US-Dollar, während das Unternehmen bereits wegen des Verdachts auf Umleitung von Chips nach China unter Verstoß gegen US-Exportkontrollen untersucht wurde. In dieser Woche berichtete Geekiki, dass die USA den Verkauf von Nvidia-H200-Chips an ein chinesisches Unternehmen mit leerer Büroadresse genehmigt haben.
Was noch nicht feststeht
Kein Bericht behauptet, dass Jensen Huang von der angeblichen Rekrutierung wusste, und niemand wurde formell angeklagt — weder Alice Huang noch Megaspeed. Ebenso ist unklar, welche Informationen angeblich nach Peking weitergegeben wurden und ob vertrauliches Nvidia-Material betroffen war. Die Vorwürfe stützen sich auf ein Geheimdienst-Memo, das nicht veröffentlicht wurde.
Quellen: TechCrunch; TechSpot; EE News Europe; TFTC.
Bild: Jensen Huang bei einem Vortrag an der Stanford University am 30. April 2026. Foto: Anders Eidesvik, Lizenz CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt, auf Grundlage abgeglichener veröffentlichter Berichte und öffentlicher Beiträge auf X, und anhand der Originalquellen geprüft. Die zitierten Vorwürfe werden ihren Quellen zugeschrieben — darunter die New York Times und die Financial Times — und von Geekiki nicht unabhängig bestätigt. Bitte konsultieren Sie die Originalquellen, um die Details zu überprüfen.
Von Muse