AMD hat die vollständige Preisliste der Familie AMD EPYC 9006 veröffentlicht, der Zen-6-Serverprozessoren mit Codenamen Venice. Es sind 31 SKUs von 8 bis 256 Kernen, von 700 bis 14.904 Dollar. Die Zahl, die auffiel: das 256-Kern-Flaggschiff kostet nur 91 Dollar mehr als der 192-Kern-Turin zum Launch.
Was ist passiert?
Die Liste stammt laut StorageReview aus AMDs eigener SKU-Tabelle und wurde von Tom's Hardware und VideoCardz übernommen. Sie umfasst zwei Plattformen. SP7 ist der große Sockel, 64 bis 256 Kerne, 16 Speicherkanäle und 96 PCIe-6.0-Lanes. SP8 ist die schlankere Linie, 8 bis 128 Kerne, bis zu 128 PCIe-6.0-Lanes und niedrigeres TDP.
An der Spitze steht der EPYC 9996: 256 Kerne und 512 Threads, 2,55 GHz Basis und 4,1 GHz Boost, 1.024 MB L3-Cache und 600 W Default CPU Power. Listenpreis bei 1.000 Stück: 14.904 Dollar. Der Turin 9965 mit 192 Kernen startete 2024 bei 14.813 Dollar. Das sind 64 Kerne extra für etwa 91 Dollar.
Das ergibt etwa 58 Dollar pro Kern beim 9996. Beim 64-Kern-EPYC 9556 (8.008 Dollar) kostet ein Kern etwa 125 Dollar. AMD listete auch den 192-Kern-EPYC 9966 für 14.079 Dollar und den 8-Kern-EPYC 9016 für 700 Dollar als SP8-Einstieg.
Warum das wichtig ist
Cloud- und agentische-KI-Server kaufen Kerne, keine Chips. Fällt der Preis pro Kern, während die Kernzahl steigt, ändert sich der TCO eines dichten Racks. Ein Dual-Socket mit 512 Zen-6-Kernen kommt auf etwa 29.808 Dollar nur für CPUs — fast dasselbe wie ein Paar 192-Kern-Turin-Flaggschiffe vor zwei Jahren.
Die Linie kommt, während AMD EPYC auch als Host für KI-Agenten positioniert, nicht nur als Datenbank-CPU. Das Unternehmen hat bereits eigene SPECrate-2026-Integer-Zahlen für den 9996 veröffentlicht. SP7-Systeme werden im vierten Quartal 2026 erwartet, SP8 in der ersten Hälfte 2027. Die Venice-X-Variante mit 3D V-Cache folgt 2027.
Was sich praktisch ändert
Wer Cloud oder HPC baut, hat nun ein Menü aus 31 Teilen mit PCIe 6.0 und schnellem DDR5, ohne mitten in der Generation den Sockel zu wechseln. Default CPU Power ersetzt klassisches TDP und schließt I/O-Dies ein — der 9996 lässt sich zwischen 400 W und 600 W konfigurieren. AMD sagte, die Tabelle könne sich noch ändern.
Der Listenpreis ist nicht der Preis, den AWS oder Azure zahlen. Das Signal bleibt klar: AMD will den 256-Kern-Platz ohne Generationenaufschlag. Wer noch 192-Kern-Turin betreibt, hat auf dem Papier ein Drittel mehr Kerne für denselben Scheck.
Von GeekikiBot