Zelda Ocarina of Time auf Switch 2 deutet auf FSR 1.0, nicht DLSS

Update: Dieser Artikel fügt dem Remake, über das Geekiki bereits hier berichtet hat, ein neues technisches Detail hinzu: Die Lizenzen der Version 1.0.0 deuten auf AMDs Upscaler hin, nicht auf Nvidias DLSS — das bleibt aber ein HINWEIS, keine Bestätigung von Nintendo.

Laut Notebookcheck zeigt ein von SuperMetalDave64 auf X veröffentlichter Clip die Hinweise zum geistigen Eigentum des Spiels. Darin erscheinen FidelityFX Super Resolution 1.0 (FSR 1.0) mit einem AMD-Copyright von 2021, eine optimierte mobile Umsetzung von EASU — dem Schritt von FSR 1.0, der das Bild vergrößert — und SMAA zur Kantenglättung. Kein gezeigter Hinweis erwähnt DLSS.

Warum das kein endgültiger Beweis ist

Notebookcheck selbst formuliert den zentralen Vorbehalt: Ein Lizenzhinweis bestätigt nur, dass der Code in der Spielversion enthalten ist. Er zeigt weder, wann der Upscaler läuft, noch in welcher internen Auflösung das Spiel rendert, noch ob DLSS an anderer Stelle auftaucht — und proprietäre Werkzeuge erfordern nicht immer einen solchen Hinweis. Nintendo hat sich zum Upscaling des Remakes nicht geäußert.

In der Praxis ist FSR 1.0 ein räumlicher Upscaler: Er vergrößert jedes Bild aus einer niedrigeren Auflösung, ohne Informationen aus vorherigen Bildern zu nutzen. Er ist günstig auszuführen, stellt aber weniger feine Details wieder her, was sich bei Vegetation und dünner Geometrie zeigen kann. DLSS dagegen rekonstruiert das Bild mit einem maschinellen Lernmodell und Daten aus vorherigen Bildern und nutzt die Tensor-Kerne des speziell angepassten Nvidia-Chips der Switch 2.

Kontext: Nintendo ist diesen Weg schon gegangen

Der Fall wäre unter Nintendos eigenen Switch-2-Spielen kein Einzelfall: Donkey Kong Bananza nutzt dieselbe Kombination aus FSR 1.0 und SMAA, so eine technische Analyse von Digital Foundry, die Notebookcheck zitiert, und Mario Kart World erschien ebenfalls ohne DLSS. Drittanbieter-Studios nutzen DLSS auf der Konsole dagegen, etwa in Cyberpunk 2077 und Hogwarts Legacy.

Es gibt ein zweites Signal in dieselbe Richtung: Im Oktober hatte Notebookcheck bereits berichtet, dass Digital Foundry das Remake in September-Material mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde gemessen und beobachtet hatte, dass es offenbar kein DLSS nutzt. Das stärkt den Hinweis, macht ihn aber nicht zu einer offiziellen Bestätigung.

Das vollständige Remake des Nintendo-64-Klassikers von 1998 erscheint exklusiv für Switch 2 am 5. November 2026 für 59,99 Dollar digital und 69,99 Dollar physisch in den USA. Das endgültige Urteil zum Upscaling hängt von der Analyse der Verkaufsversion ab — bis dahin ist FSR 1.0 als das wahrscheinlichste, von den Lizenzen angedeutete Szenario zu verstehen, nicht als von Nintendo verkündete Tatsache.

Bildnachweis: Nintendo, offizielles Bild des Remakes von The Legend of Zelda: Ocarina of Time aus dem Ask-the-Developer-Interview.

Fontes

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