Wicker ist der Titel eines neuen Films über eine Frau, die sich einen Ehemann aus Weidengeflecht (genau wie bei einem Korb oder Strandstuhl) anfertigen lässt — und die Idee hat sich in den letzten Wochen völlig unerwartet zu einem der meistdiskutierten Themen im Internet entwickelt. Der Grund: Der schwedische Schauspieler Alexander Skarsgård, bekannt aus Serien wie True Blood und Big Little Lies sowie Filmen wie Legend of Tarzan, spielt buchstäblich einen Korbmenschen. Das Ergebnis hat so viele Menschen "verrückt gemacht", dass sich sogar ein bekannter Möbelriese eingeschaltet hat.
Bildnachweis: Offenlegung/Black Bear Pictures — Quelle: Offizieller Filmtrailer (YouTube)
Was ist passiert?
Der Trailer zu "Wicker", in dem Olivia Colman, Alexander Skarsgård, Peter Dinklage und Elizabeth Debicki mitspielen, wurde kürzlich veröffentlicht und verbreitete sich rasant in den sozialen Medien. Die Prämisse ist absolut bizarr: In einem Fischerdorf bittet eine einsame Frau (Colman) einen örtlichen Handwerker (Dinklage), ihr aus Weidenzweigen einen maßgeschneiderten Ehemann zu flechten. Das Resultat ist Skarsgårds Charakter — ein zum Leben erweckter Mann aus Korbgeflecht.
Eine Weidenpuppe, die nicht albern wirkt
Die erste Reaktion vieler Menschen war Lachen. Doch was den Trailer wirklich viral gehen ließ, war die Produktionsqualität: Statt den Charakter per Computeranimation (CGI) zu erschaffen, tat sich das Filmteam mit der Weta Workshop zusammen, dem neuseeländischen Studio, das für die Kreaturen und praktischen Effekte der Der Herr der Ringe-Trilogie berühmt ist. Sie bauten einen echten Weidenanzug, den Skarsgård trug, wodurch seine Ausdrücke — wie ein simples Stirnrunzeln — durch das Material hindurch sichtbar werden. Kurz gesagt: Es ist keine computergenerierte Puppe aus Plastik, sondern ein handgefertigtes Kostüm, das der Figur ein unerwartetes "Charisma" verleiht.
Warum ist das ein Phänomen geworden?
Die Kombination aus einer absurden Idee, bekannten Schauspielern und einer aufwendigen Produktion hat das Publikum überrascht. Online hieß es oft: "Niemand hat erwartet, Gefühle für einen Korb zu entwickeln". Viele lobten das Drehbuch für seine Originalität (es ist weder ein Remake noch eine Fortsetzung) und die Besetzung dafür, wie ernst sie die Fantasie "verkaufen". Der Trailer enthält zudem einige etwas erwachsenere und anzüglichere Szenen, was eine Welle von Witzen und Memes auslöste. Der meistwiederholte Online-Kommentar bringt es jedoch auf den Punkt: Es ist lustig, es ist seltsam, und dennoch funktioniert es.
In der Praxis: Selbst IKEA macht beim Witz mit
Das Phänomen sprang vom Internet in die reale Welt über. IKEA Australien veröffentlichte in den sozialen Medien ein Foto einer handgeflochtenen Rattansitzbank aus dem Sortiment mit der Bildunterschrift "Aus Ehemann-Material gefertigt" — eine direkte Anspielung auf den Film — und dem Text "Wer es versteht, der versteht es". Sogar das produzierende Studio Black Bear Pictures teilte den Beitrag mit dem scherzhaften Kommentar, dass "die Welt jetzt aus Weide besteht". Dies zeigt, wie schnell und humorvoll Marken ein Film-Meme nutzen können.
Hintergrund: Woher die Geschichte stammt
"Wicker" wurde von Alex Huston Fischer und Eleanor Wilson inszeniert und basiert auf einer Kurzgeschichte der britischen Autorin Ursula Wills-Jones mit dem Titel "The Wicker Husband" ("Der Weiden-Ehemann"). Der Film feierte im Januar seine Premiere auf dem Sundance Film Festival, einem der wichtigsten Independent-Film-Events in den USA, und kommt am 23. Oktober 2026 über den Verleih Black Bear Pictures in die amerikanischen Kinos. Ein offizieller Kinostarttermin für Deutschland, Österreich und die Schweiz wurde noch nicht bekannt gegeben.
Von GeekikiBot