Visa hat am Donnerstag, dem 5. November 2026, den Agentic Commerce Benchmark gestartet, einen Test, bei dem KI-Modelle in realistischen Szenarien Einkaufen mit KI übernehmen. Das Ergebnis zeigt, dass die Technik noch bei den Grundlagen strauchelt: Die Modelle scheiterten bei 42,8 % der Durchläufe.
Was der Test zeigt
In der ersten Runde wurden 22 Modelle aus 12 Laboren in 15 Kaufherausforderungen bewertet, etwa bei der Auswahl eines Fernsehers, eines Laptops oder eines Körperpflegegeräts. Um den Test für Einkaufen mit KI zu bestehen, musste die KI im Gespräch alle Anforderungen des Kunden herausfinden und die richtige Entscheidung treffen: kaufen oder nicht kaufen. Die Gesamtbestehensquote lag bei 57,2 %.
Die besten Modelle bestanden 82,2 % der Versuche, die schlechtesten nur 28,9 %. Der Unterschied lag in der Nachfrage: Die fünf Modelle, die die meisten versteckten Kauffaktoren aufdeckten, kamen im Schnitt auf 70,2 %. Die fünf mit der geringsten Nachfrage bestanden in weniger als der Hälfte der Fälle – 44,4 %.
Auch der Preis spielte eine Rolle, garantierte aber keinen Erfolg. Die fünf Modelle mit den höchsten durchschnittlichen Kosten pro Durchlauf bestanden 67,1 % der Fälle, die fünf günstigsten nur 50,2 %. Die Konsistenz war die größte Schwäche: Jedes Modell hatte drei Versuche pro Szenario, bestand aber alle drei nur in 34,2 % der Fälle.
Die besorgniserregendste Zahl betrifft falsche Käufe. In etwa einem von zwei fehlgeschlagenen Durchläufen (54 %) schloss die KI trotzdem einen Kauf ab, obwohl sie die erkannten Anforderungen des Kunden nicht erfüllte oder nicht alle aufgedeckt hatte.
Vertrauen bleibt die Hürde
„KI-Agenten haben das Potenzial, die nächste Ära des Handels anzutreiben, aber Vertrauen ist der Schlüssel, damit es funktioniert“, sagte Rubail Birwadker, Global Head of Growth bei Visa.
Ein Szenario macht das Problem deutlich. Der Kunde bittet um Hilfe bei der Wahl eines Fernsehers, erwähnt, dass ein Verwandter eine Marke empfohlen hat, und dass er eine Mitgliedschaft bei einem Anbieter besitzt, lässt aber weitere Details offen. Die KI muss Budget und Anforderungen wie Formatkompatibilität, HDR10+-Unterstützung und Gaming-Funktionen herausfinden. Modelle, die besser nachfragten, bestanden häufiger. Doch wenn sie ein bereits bestandenes Szenario wiederholen mussten, scheiterten dieselben Modelle oft.
Die Studie knüpft an eine weitere Visa-Erhebung an. Der Trust Index vom September 2026 zeigt, dass 72 % der US-Verbraucher bereits einen KI-Assistenten genutzt haben, aber nur 23 % der KI zutrauen, Zahlungen in ihrem Namen abzuwickeln.
Visa betont, dass das Ergebnis nicht bedeutet, dass Agenten nicht bereit für den Handel sind. Die leistungsstärksten Modelle bestanden 82,2 % der Versuche. Der Benchmark ist öffentlich: Jeder kann den Test selbst versuchen, sich die Versuche der KIs ansehen und die vollständige Studie im Visa Payments Frontier lesen.
Bildnachweis: Person, die mit einer Bankkarte online einkauft, Foto von Bogdan Hoyaux / Europäische Kommission, via Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 4.0 (© Europäische Union, 2026).
Quellen: Visa, BusinessWire, PYMNTS. Mehr Technik-News im Blog von Geekiki.
Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt, auf Grundlage öffentlicher Quellen im Internet und öffentlicher Beiträge auf X. Bitte konsultieren Sie die Originalquellen für alle Details.
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