Trump bildet die Super Intelligence Force mit Jay Clayton an der Spitze, Tage nach dem Weißen-Haus-Abkommen

Donald Trump hat am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, die Super Intelligence Force (SIF) angekündigt, eine Arbeitsgruppe zur Koordination des Kontakts der US-Regierung mit Unternehmen der künstlichen Intelligenz, Verbraucherinnen und Verbrauchern, Interessengruppen, religiösen Organisationen und Infrastrukturanbietern. CBS News berichtete auf Basis eines Truth-Social-Posts des Präsidenten.

Trump schrieb, die Ankündigung folge dem von ihm so genannten Historic White House Accord on Super Intelligence, einem Treffen der Vorwoche, bei dem Führungskräfte von OpenAI, Anthropic, Google, Meta, Nvidia und SpaceXAI freiwillige Verpflichtungen übernommen haben sollen. Die Force solle sicherstellen, dass die USA bei dem führend bleiben, was das Weiße Haus nun Super Intelligence statt künstliche Intelligenz nennt.

Wer führt

CBS News nennt den Direktor der nationalen Nachrichtendienste Jay Clayton als Leiter, zusammen mit FTC-Vorsitzendem Andrew Ferguson, Emil Michael, Unterstaatssekretär für Forschung und Technik sowie CTO des Pentagons, und Scott Kupor, Direktor des Office of Personnel Management. Die vier berichten an Trump und Stabschefin Susie Wiles.

Bloomberg bestätigte am selben Tag, dass Clayton und Ferguson die Force anführen. Das Wall Street Journal, zitiert von Medien, die die Ankündigung aufgriffen, berichtete, Clayton habe die Rolle bestätigt und den Auftrag als Erhalt der US-Führung und Vorrang des öffentlichen Interesses beschrieben. Ein Teil der Berichte nennt einen Bericht binnen 120 Tagen; die Hauptmeldung von CBS nennt diese Frist nicht.

Mehr als ein neues Wort

Tage zuvor hatte das Weiße Haus Bundesbehörden bereits angewiesen, den Begriff KI durch Super Intelligence zu ersetzen. Die SIF ist ein anderer Schritt: nicht nur eine Umbenennung, sondern eine benannte Struktur mit Verantwortlichen aus Nachrichtendienst, Wettbewerb, Verteidigung und Personal. Trump hatte Reportern direkt nach dem Firmentreffen gesagt, er werde binnen drei oder vier Tagen einen KI-Zar benennen. Die Wahl Claytons bestätigt diese Absicht, nun innerhalb einer Gruppe.

Im selben Paket sollen die Unternehmen freiwillige Sicherheitsstandards unterzeichnet haben. Laut CBS spricht das einseitige Abkommen von vier Kontroll- und Prüfungsebenen, darunter interne Bewertungen, eine externe Prüfung und eine Kontrolle durch die Aufsichtsräte. Trump nannte die Standards moralisch bindend und sprach von Selbstkontrolle. Nach dem Veröffentlichten ist das weder ein neues Gesetz noch eine Behörde mit automatischem Bußgeldrecht.

Was noch offen ist

  • Die zitierten Berichte nennen kein Organigramm, kein Budget und keinen Sitz der SIF.
  • Die Frist von 120 Tagen steht in Folgeberichten, nicht als direktes Zitat des Posts in der CBS-Meldung.
  • Das Firmenabkommen ist freiwillig. Bis zu dieser Veröffentlichung gibt es keine automatische Sanktion bei Verstoß.

Quellen

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