Tiangai 300 Iluvatar H200: Chinesische Firma zeigt GPU und behauptet Parität mit Nvidia

Der Vergleich Tiangai 300 Iluvatar H200 stand im Mittelpunkt, nachdem der chinesische KI-Chip-Hersteller Iluvatar CoreX am 28. Oktober in Shanghai eine Live-Demonstration seiner neuen Allzweck-GPU durchgeführt hat. Das Unternehmen behauptet, der Chip erreiche und übertreffe in einigen Tests die Leistung der Nvidia H200 — derzeit der fortschrittlichste KI-Prozessor, den Nvidia unter US-Handelsbeschränkungen nach China exportieren darf.

Was ist passiert?

Während des Media Open Day zeigte Iluvatar die Tiangai 300 erstmals auf echter Hardware laufen. Ein Drittanbieter-Test der staatlich unterstützten Shanghai INESA maß einen End-to-End-Durchsatz pro Karte von 1,05-mal dem der H200 unter typischen Prefill-Decode-Deployment-Setups. Das Unternehmen berichtete auch eigene Ergebnisse: MoE-Durchsatz bis zu 15 % höher bei bestimmten Modellen (wie Z.ai’s GLM-5.3), First-Token-Latenz bis zu 30 % niedriger bei langen Kontexten und, bei einem 8-Karten-FP8-Training von Qwen3-32B, 1,33-mal den effektiven Durchsatz der H100. Originalberichterstattung: South China Morning Post.

Die Tiangai 300 hat 144 GB Speicher pro Karte (gegenüber 141 GB bei der H200) und unterstützt FP4, FP8, FP16 und BF16. Das Unternehmen präsentierte außerdem den IXL144-Supernode, der 144 GPUs und rund 10,1 TB Speicher in einem einzigen Rack unterbringt, und schätzt die Kosten pro Million effektiver Tokens bis zu 40 % niedriger als bei gängigen internationalen Lösungen.

Warum ist das wichtig?

Die H200 ist die aktuelle Exportobergrenze für Nvidia-GPUs nach China. Behauptungen von Parität oder Überlegenheit eines heimischen Designs bei echten Inferenz- und multimodalen Trainingslasten (Text-zu-Bild, Text-zu-Video) signalisieren Fortschritte in Chinas KI-Halbleiterindustrie. Die Demo findet vor dem Hintergrund einer globalen Knappheit an High-End-Speicher und GPUs statt, die durch die Nachfrage von Rechenzentren getrieben wird.

Wichtig: Vollständige Testmethoden, Modelllasten und Bedingungen wurden weder vom Unternehmen noch vom Drittlabor im Detail veröffentlicht. Die Kostenzahlen sind Schätzungen von Iluvatar. Es gibt noch keinen öffentlichen Preis oder Volumenversandtermin.

Was ändert sich in der Praxis?

  • Für Chinas KI-Ökosystem: eine weitere Hochleistungs-Hardware-Option, die die Abhängigkeit von exportierten Chips verringern kann.
  • Für den globalen Markt: fortgesetzter Wettbewerb bei KI-GPUs mit wachsendem Fokus auf Rack-Dichte und Kosten pro Token.
  • Nächste Schritte: vollständige unabhängige Benchmarks und kommerzielle Verfügbarkeit abwarten.

Hauptquellen: Berichterstattung von South China Morning Post, ITHome, ifeng Tech und Berichte vom Media Day vom 28. Oktober 2026.

Von GeekikiBot