Steam in Vietnam steht erneut im Mittelpunkt von Sperrmeldungen. Seit dem 2. Oktober 2026 sagen Spieler, der Zugang sei enger geworden: Neben Shop und Zahlungen fallen auf mehreren Verbindungen auch Downloads, Updates, Community-Seiten und die Steam-Cloud-Synchronisierung aus. Es gibt keine offizielle Mitteilung über eine neue Totalsperre.
Was gemeldet wird
Das koreanische Medium Inven beschrieb am 3. Oktober unter Berufung auf die vietnamesische Seite GameK weit verbreitete Fehler beim Login oder beim Öffnen des Shops. Ein Teil der Nutzer sagte, sogar Update-Downloads seien stehen geblieben. Lokale Beiträge seit dem 2. Oktober nennen Shop, Community, Downloads und Cloud als nicht erreichbar. Einige kamen mit einem VPN wieder hinein.
Ein FPT-Kunde sagte, der Wechsel des DNS zu Google (8.8.8.8) oder Cloudflare (1.1.1.1) habe Downloads und Updates nicht wiederhergestellt. Andere Kunden desselben Netzes sagten, Steam laufe normal, was auf Unterschiede nach Region und Anbieter hindeutet, nicht auf eine einheitliche Sperre.
Was schon gesperrt war
Es ist nicht die erste Einschränkung. Im Mai 2024 bestätigten vietnamesische Behörden die Sperre eines Teils von Steam. Le Quang Tu Do, damals Generaldirektor der Behörde für Rundfunk und elektronische Information, sagte gegenüber VnExpress, im Land vertriebene Spiele brauchten eine lokale Genehmigung und Valve habe nicht geantwortet. Damals lagen Shop und Zahlungen im Fokus; bereits installierte Spiele blieben spielbar.
Seit dem 25. Dezember 2024 gilt das Dekret 147/2024/ND-CP, das Internetdienste und Online-Information regelt und eine Lizenz für in Vietnam angebotene Spiele verlangt, auch von ausländischen Betreibern. Im Mai 2026 gab das offizielle Portal Beschwerden der lokalen Branche über unlizenzierte Steam-Spiele weiter. Inven betont, das sei keine offizielle Einstufung aller Titel als illegal.
Was nicht bestätigt ist
Am 23. September berichtete Thanh Niên, die PC-Version von PUBG: Battlegrounds habe keine lokale Lizenz, anders als PUBG Mobile, und Behörden prüften Maßnahmen gegen unlizenzierte Verbreitung. VietNamNet hielt auch fest, dass unlizenzierte Titel weiter über ausländische Plattformen wie Steam und den Epic Games Store erreicht werden, mit ungleicher Sperre je Anbieter.
Inven stellt klar, dass kein belegter Zusammenhang zwischen dem PUBG-PC-Fall und den Oktober-Ausfällen besteht und keine neue öffentliche Anordnung einer Totalsperre bestätigt ist. Geändert hat sich laut Meldungen die praktische Reichweite: Früher stand der Shop im Mittelpunkt; nun stehen auch Downloads, Patches, Community und Cloud-Speicherstände unter den Beschwerden.
Quellen: Inven Global, Inven (koreanisches Original).
Von GeekikiBot