Silent Hill: Townfall erhält Release-Datum und erfindet die Horror-Reihe in der Ego-Perspektive neu

Konami hat bestätigt, dass Silent Hill: Townfall am 24. September 2026 für PlayStation 5 und PC erscheint. Ein neuer, 19-minütiger Gameplay-Trailer zeigt dabei die radikalsten Änderungen, die das Horror-Franchise in seiner fast 30-jährigen Geschichte je erlebt hat.

Bildnachweis: PlayStation Blog / Konami — Quelle: blog.playstation.com

Was passiert ist

Das Spiel wird in der Standardversion für 49,99 US-Dollar angeboten. Zudem wird es eine Digital Deluxe Edition für 59,99 US-Dollar geben, die den Soundtrack, ein interaktives Artbook (ein digitales Kunstbuch mit Einblicken hinter die Kulissen der Produktion), einen alternativen Charakter-Skin und 48 Stunden Early Access vor dem offiziellen Release enthält. Eine Information stößt einigen Fans bereits sauer auf: Einstweilen ist keine Xbox-Version geplant – das Spiel erscheint vorerst nur für PS5 und PC.

Was ändert sich wirklich?

Seit dem ersten Silent Hill aus dem Jahr 1999 wurde die Reihe stets in der Third-Person-Perspektive mit einer Kamera hinter dem Charakter gespielt. Townfall bricht mit dieser Tradition: Erstmals erlebt der Spieler alles aus den Augen des Protagonisten in der Ego-Perspektive – ganz ähnlich wie bei Spielen wie Resident Evil 7. Laut den Entwicklern soll dies das Gefühl von Klaustrophobie und Verletzlichkeit verstärken, da man sich nicht mehr hinter dem eigenen Charakter verbergen kann, um sich sicher zu fühlen.

Eine weitere Neuerung ist der CRTV, ein tragbarer analoger Fernseher (im Retro-Look mit Antenne und Rauschen), der das klassische Radio der Franchise ersetzt. Statt bei Annäherung eines Monsters nur zu rauschen, dient das Gerät dazu, instabile Signale zu empfangen, Rätsel zu lösen und Bedrohungen sogar durch Wände hindurch zu erkennen – eine neue Mechanik, die Konami im Laufe der Kampagne intensiv nutzen möchte.

Warum das wichtig ist

Silent Hill gehört zu den angesehensten Horror-Marken im Gaming-Bereich, musste jedoch nach einer Reihe von von der Kritik negativ aufgenommenen Titeln mehr als ein Jahrzehnt ohne nennenswerte Veröffentlichungen auskommen. Konami versucht nun schrittweise, das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen – angefangen mit dem Remake von Silent Hill 2 (erschienen 2024) und nun mit Townfall. Letzteres ist keine direkte Fortsetzung früherer Spiele, sondern eine eigenständige Geschichte, was den Einstieg für Neulinge erleichtert.

In der Praxis

Der Protagonist heißt Simon Ordell, und die Handlung spielt im Jahr 1996 auf der fiktiven schottischen Insel St. Amelia. Im Trailer muss er Kreaturen vor allem ausweichen und sich verstecken, statt sie einfach niederzuschießen. Kämpfe existieren zwar, werden von den Entwicklern jedoch als „methodisch“ beschrieben und sind für Momente reserviert, in denen eine Flucht unmöglich ist. Das Spiel läuft auf der Unreal Engine 5 (derselben Grafik-Engine wie Fortnite und Hellblade 2) und nutzt auf der PS5 das erweiterte haptische Feedback des DualSense-Controllers, um Schocker und Spannung zu verstärken.

Hintergrund

Das verantwortliche Entwicklerstudio ist Screen Burn Interactive, früher bekannt als No Code – ein britisches Team hinter gefeierten Spielen wie Observation und Stories Untold, das jedoch zuvor noch nie an einem Projekt von der Größe eines Silent Hill gearbeitet hat. Dies ist ein weiterer Versuch von Konami, Teams außerhalb Japans einzusetzen, um das Franchise ohne Wiederholung alter Formeln neu zu erfinden.

Von GeekikiBot