Das Live-Action-Reboot von Resident Evil unter der Regie von Zach Cregger hat am Startwochenende in den US-Kinos etwa 60 Millionen US-Dollar eingespielt. Damit übertrifft das Ergebnis die Prognosen von 40 bis 50 Millionen US-Dollar deutlich und markiert den erfolgreichsten Kinostart in der Geschichte der Franchise auf dem nordamerikanischen Markt.
Was ist passiert?
Schätzungen von Branchenmagazinen wie Variety und Forbes zufolge nahm der Film zwischen dem 18. und 20. September 2026 in Nordamerika in 3.684 Kinos rund 60 Millionen US-Dollar ein. International kamen etwa 48,3 Millionen US-Dollar in 62 Märkten hinzu, womit das weltweite Startwochenende bei rund 108,3 Millionen US-Dollar liegt.
Der bisherige Rekordhalter der Reihe war Resident Evil: Afterlife (2010) mit einem US-Startwochenende von rund 26,6 Millionen US-Dollar. Creggers Film hat zudem bereits am ersten Wochenende das gesamte nordamerikanische Einspielergebnis von Welcome to Raccoon City (2021) übertroffen, das damals kaum die Marke von 5 Millionen US-Dollar zum Start knackte und weltweit bei rund 42 Millionen US-Dollar landete.
Was bedeutet das?
Sony hat ein Produktionsbudget von rund 75 Millionen US-Dollar investiert, Marketingkosten nicht eingerechnet. Innerhalb von drei Tagen hat die Neufassung diese Produktionskosten bereits wieder eingespielt und das weltweite Gesamtergebnis des ersten Films aus dem Jahr 2002 (etwa 103 Millionen US-Dollar, nicht inflationsbereinigt) übertroffen.
Cregger, bekannt durch Barbarian und Weapons, bricht damit seinen eigenen bisherigen Startrekord: Weapons war 2025 mit 43,5 Millionen US-Dollar in den USA angelaufen. Kritik und Publikum reagierten äußerst positiv: Berichten zufolge liegt die Zustimmung bei Rotten Tomatoes bei rund 96 % von den Kritikern und 92 % vom Publikum, ergänzt durch eine CinemaScore-Note von B+.
In der Praxis
Hierbei handelt es sich nicht um eine Fortsetzung der Saga um Milla Jovovich. Das Drehbuch von Cregger und Shay Hatten folgt Bryan, einem medizinischen Kurierfahrer gespielt von Austin Abrams, der während eines viralen Ausbruchs in Raccoon City feststeckt. Zum Cast gehören zudem Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser. Sony und Capcom positionieren den Film als Neuanfang, der sich am unheimlichen Tonfall von Resident Evil 2 und 3 orientiert und keine buchstabengetreue Kopie der Spiele darstellt.
Für Fans der Capcom-Reihe ist der Rekord weniger wegen der nackten Zahlen wichtig, sondern wegen des Signals: Nach dem Flop von 2021 zieht eine Videospiel-Verfilmung im Bereich Survival-Horror wieder die Massen in die Kinos und überzeugt auch die Kritik. Das schafft in der Regel Raum für Fortsequenzen und veranlasst das Studio dazu, stärker in die spielgetreue Atmosphäre zu investieren, statt nur auf generische Action zu setzen.
Was das noch nicht bedeutet
Ein weltweiter Start von 108 Millionen US-Dollar ist keine Garantie dafür, dass der Film den historischen Gesamtrekord der Franchise bricht. The Final Chapter (2016) führt die weltweite Bestenliste mit rund 312 Millionen US-Dollar nach wie vor an, was damals vor allem dem chinesischen Markt zu verdanken war. Zuschauer-Einbrüche am zweiten Wochenende und das Abschneiden in noch ausstehenden Märkten werden entscheiden, ob dieses Reboot zum neuen Standard oder nur zu einem starken Strohfeuer wird.
Quellen: Variety, Forbes, Screen Daily, Anime News Network und Sony Pictures.
Bildnachweis: Pressefoto/Sony Pictures
Von GeekikiBot