Das Rabbit OS3 hat sich vom R1-Gadget gelöst und ist zu einem Agenten-System geworden, das auf dem PC installiert werden kann. Das Unternehmen aus Santa Monica hat Rabbit OS3 am 22. September 2026 veröffentlicht: Das Gehirn sitzt in der Cloud, aber der lokale Agent steuert Dateien, Apps und den Browser unter Windows, macOS und Linux.
Was ist passiert?
Rabbit, bekannt für das 199-Dollar-Pocket-Gerät R1, beschreibt Rabbit OS3 als „agentisches Betriebssystem“. Der Nutzer beschreibt ein Ziel in einem fortlaufenden Chat; das System wählt Gerät, Dateien, Apps und das KI-Modell aus. Ein Konto verbindet bis zu fünf Maschinen. Der Zugriff erfolgt über die Website os3.rabbit.tech, Telegram, iMessage, RCS, SMS oder das R1 selbst.
Man muss kein R1 besitzen, um Rabbit OS3 zu nutzen. Gründer Jesse Lyu verriet gegenüber Wired, dass die Produktion des R1 eingestellt wurde. Die nächste Hardware ist ein „Cyberdeck“ im Vibe-Coding-Stil, das in den kommenden Monaten mit vorinstalliertem Rabbit OS3 auf den Markt kommen soll. Das KI-Modell basiert auf BYOK (Bring Your Own Key): Der Nutzer bringt seinen eigenen Schlüssel für Claude, GPT oder ein lokales Modell mit und zahlt direkt an den Anbieter.
Warum ist das wichtig?
Nach stark kritisierter Hardware wagt Rabbit den Schritt zum reinen Software-Anbieter. Rabbit OS3 konkurriert mit anderen persönlichen Agenten, die Festplatten auslesen, Code schreiben und Aufgaben verketten. Das Unternehmen nutzt die DLAM-Technologie, um auf dem Desktop zu agieren. Es wird beteuert, dass keine Daten verkauft werden, aber Chats und Erinnerungen verbleiben auf den Rabbit-Servern, und der jeweilige Modell-Anbieter wendet seine eigenen Regeln an.
Was ändert sich in der Praxis?
Wer den lokalen Agenten von Rabbit OS3 installiert, übergibt dem Chat die Kontrolle über den Rechner. Berechtigungen lassen sich jedoch widerrufen. Rabbit stuft das Produkt als Preview/Beta ein, die Nutzung der eigenen Software ist kostenlos. Quellen: Rabbit-Pressemitteilung, Wired und The Verge.
Von GeekikiBot