Die PCs im dritten Quartal 2026 kamen auf 62,7 Millionen ausgelieferte Einheiten, ein Minus von 20,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025, laut vorläufigen IDC-Ergebnissen vom 8. Oktober. Es ist der zweite Rückgang in Folge und deutlich tiefer als die 3,8 % im zweiten Quartal. Gegenüber dem Vorquartal sank das Volumen um 9,1 %.
Was passiert ist
IDC führt den Rückgang vor allem auf vorgezogene Lagerkäufe zurück. Hersteller und Handel kauften früh, um Preiserhöhungen zuvorzukommen, die mit Engpässen und Speicherkosten zusammenhängen und vom Bau von KI-Rechenzentren getrieben werden. Das blähte das erste Halbjahr auf und ließ das dritte Quartal ohne die übliche Nachfrage zur Schulanfangszeit.
Jitesh Ubrani von IDC sagte, der Handel fürchte zu viel Lager in einem Markt, in dem hohe Preise die Nachfrage dämpfen. Aktionen können kurz entlasten, Preise nahe dem Vorjahr erwartet die Firma nicht. Das Risiko: Rest 2026 und Anfang 2027 werden noch schwächer.
Wen es am stärksten traf
Lenovo bleibt führend mit 14,9 Millionen Einheiten und 23,8 % Anteil, trotz minus 22,6 %. HP verzeichnete minus 30,9 % auf 10,3 Millionen. Dell fiel um 25 % auf 7,6 Millionen. Apple sank um 11,3 % auf 5,9 Millionen. ASUS lieferte 5,5 Millionen, minus 8,6 %. Zusammen gaben Lenovo, HP und Dell 4,2 Prozentpunkte ab.
Die Zahlen sind vorläufig und decken traditionelle PCs ab, ohne Tablets und x86-Server. Ein Jahr zuvor: 78,5 Millionen Einheiten.
Warum das zählt
Wer einen Rechner baut oder tauscht, liest eine klare Botschaft: Der Speicherwettbewerb zwischen PCs und KI-Infrastruktur hält die Preise hoch. Liegengebliebene Lager können eine einzelne Aktion auslösen, stellen aber nicht das Niveau von 2025 wieder her.
Quelle: IDC-Mitteilung vom 8. Oktober 2026.
Von GeekikiBot