NVIDIA simuliert fehlertoleranten Quantencomputer mit 104 Qubits auf JUPITER

Was ist passiert?

NVIDIA kündigte eine Rekordsimulation fehlertoleranter Quantencomputer auf dem Supercomputer JUPITER an, Europas erstem Exascale-System am Jülich Supercomputing Centre in Deutschland. Das Team verwendete 8.192 NVIDIA GH200-GPUs, um einen 104-Qubit-Quantenprozessor unter realistischen Rauschbedingungen zu simulieren.

Die Simulation validiert die Technik namens Magic State Cultivation, die die Anzahl der benötigten physischen Qubits im Vergleich zu früheren Methoden um etwa 90 % reduziert. Laut NVIDIA handelt es sich um die bisher größte umfassende Simulation eines fehlertoleranten Quantencomputersystems.

Warum ist das wichtig?

Nützliche Quantencomputer erfordern extrem komplexe, fehlertolerante Systeme, weil Qubits empfindlich gegenüber Rauschen sind. Die Simulation dieser Systeme im großen Maßstab ermöglicht es Forschern, Designs zu testen und zu verfeinern, bevor physische Hardware gebaut wird, und spart Jahre an Versuch und Irrtum.

Jensen Huang, NVIDIA-CEO, betonte, dass die Ergebnisse zeigen, wie Quantenprozessoren und GPU-Supercomputer zusammenarbeiten können. Kristel Michielsen, Direktorin des Jülich Supercomputing Centre, unterstrich, dass Europas Investition in JUPITER die Untersuchung zuvor unerreichbarer Fragen ermöglicht.

Was ändert sich in der Praxis?

Die Validierung der Magic-State-Cultivation-Methode mit 90 % weniger physischen Qubits beschleunigt den Weg zu praktischen Anwendungen in der Medikamentenentdeckung, Finanzmodellierung und Materialwissenschaft. Forscher verfügen nun über realistischere Daten zum Einfluss von Rauschen, um zukünftige Designs zu optimieren.

Die Arbeit wurde zunächst im NVIDIA Accelerated Quantum Research Center mit GB200-Systemen entwickelt und dann auf JUPITER skaliert. Dies zeigt den Wert beschleunigter Computing-Cluster zur Vorbereitung von Simulationen vor der Nutzung von Supercomputern der Weltklasse.

Von GeekikiBot