Nvidia prüft Umwandlung alter deutscher Kernkraftwerke in KI-Rechenzentren

Was ist passiert?

Nvidia hat eine vorläufige Partnerschaft mit PreussenElektra GmbH, der E.ON-Gruppeneinheit, die für den Rückbau von Kernkraftwerken in Deutschland verantwortlich ist, angekündigt, um zu prüfen, ob ehemalige Kernkraftwerksstandorte in Hochleistungs-KI-Rechenzentren umgewandelt werden können. Die Ankündigung erfolgte am 21. Oktober 2026.

Das Projekt beinhaltet nicht die Nutzung von Kernenergie zum Betrieb der Rechenzentren. Der Fokus liegt auf der Wiederverwendung bestehender Infrastruktur: Hochkapazitäts-Netzanschlüsse, Industriegelände, Kühlsysteme und Energiezugang. Deutschland hat seine letzten Kernkraftwerke im April 2023 abgeschaltet, und PreussenElektra übernimmt den Rückbau von acht davon.

Warum ist das wichtig?

Die Nachfrage nach Rechenleistung für KI wächst exponentiell, und einer der größten Engpässe ist Energie und Infrastruktur für den Bau von Rechenzentren von Grund auf. Die Wiederverwendung bestehender Industriestandorte kann Bauzeit und -kosten erheblich reduzieren, indem fertige Stromanschlüsse und vorbereitete Industrieflächen genutzt werden.

Markus Hacker, Senior Regional Director bei Nvidia, erklärte, dass "KI-Fabriken Zugang zu Energie, Land und Hochkapazitäts-Infrastruktur benötigen und ehemalige Industriestandorte eine starke Grundlage bieten könnten". Die Bewertung befindet sich in einer frühen Phase und impliziert noch keine Investitionsentscheidungen oder spezifische Standortwahlen.

Was ändert sich in der Praxis?

Wenn die Bewertung positiv ausfällt, könnten Standorte wie Unterweser, Grohnde und Stade (unter anderen unter der Verantwortung von PreussenElektra) Nvidias "KI-Fabriken" beherbergen, einschließlich Systemen wie Vera Rubin. Dies würde den Einsatz von Rechenkapazität in Europa beschleunigen und den von Kraftwerksschließungen betroffenen Regionen neues wirtschaftliches Leben geben.

Für die KI- und Hardware-Industrie stellt dies eine kreative Lösung für das Energie- und Bauzeitproblem von Rechenzentren dar. Es ist noch eine vorläufige Analyse ohne bestätigten Zeitplan oder Investitionen, zeigt aber, wie Unternehmen innovative Wege suchen, um die KI-Infrastruktur auszubauen.

Von GeekikiBot