Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa erklärte, das Unternehmen plane keine weitere Preiserhöhung für die Nintendo Switch 2. Die Aussage fiel bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2027 (bis 30. September 2026), vor dem Hintergrund der globalen Speicherknappheit, die durch die Nachfrage von KI-Rechenzentren getrieben wird.
Was ist passiert?
Laut Reuters und Medien wie The Verge und Eurogamer sagte Furukawa, Nintendo “überlege keine zusätzlichen Änderungen” am Preis der Konsole. Er bestätigte zudem, dass sich die Speichersituation nicht wesentlich verändert habe und das Unternehmen in der Lage sei, ausreichende Mengen für die Produktion zu sichern.
Die Switch 2 hatte bereits eine frühere Anpassung erfahren: Der US-Preis stieg am 1. September 2026 von 449,99 auf 499,99 Dollar (Erhöhung um 50 Dollar). Ähnliche Anpassungen gab es in Europa, Japan und anderen Märkten. Auch PlayStation 5 und Xbox Series X|S haben in der aktuellen Generation mehrfach Erhöhungen aufgrund derselben Komponenten erfahren.
Warum ist das wichtig?
Die Knappheit bei DRAM und anderen Speicherkomponenten wird vor allem durch die Nachfrage nach KI-Servern getrieben. Hersteller priorisieren High-Bandwidth-Chips für Rechenzentren und treiben so die Kosten für Konsolen, PCs und Smartphones in die Höhe. Nintendo hat Lieferverträge gesichert, die den erwarteten Bedarf mindestens bis zum Ende des Geschäftsjahres (März 2027) abdecken, sodass der aktuelle Preis vorerst gehalten werden kann.
Die Verkaufszahlen zeigen die Auswirkungen der vorherigen Erhöhung. Die Hardware-Verkäufe der Switch 2 sanken im Halbjahr um 37,4 % im Jahresvergleich. Dennoch hat die Konsole seit dem Launch bereits mehr als 26 Millionen Einheiten überschritten, und Nintendo hielt an seinem Ziel von rund 16,5 Millionen Einheiten für das gesamte Geschäftsjahr fest. Der operative Gewinn des Unternehmens sank im Zeitraum ebenfalls um etwa 16 %.
Was ändert sich in der Praxis?
Wer Ende 2026 oder Anfang 2027 eine Switch 2 kaufen möchte, kann mit einem kurzfristig stabilen Preis rechnen. Nintendo betonte, dass die grundlegende Strategie darin besteht, Einzelhandelspreise möglichst zu halten und Kosten durch Produktionseffizienz und Vorabbestände aufzufangen.
Mittel- und langfristig hat das Unternehmen weitere Anpassungen jedoch nicht vollständig ausgeschlossen. Hält der Kostendruck an und kann intern nicht kompensiert werden, könnte Nintendo die Preise neu bewerten. Die Speicherknappheit dürfte laut Branchenanalysten mindestens bis 2027 anhalten.
Die Ankündigung bietet Verbrauchern vorübergehende Entlastung in einer Zeit, in der praktisch alle Konsolen der aktuellen Generation teurer sind als zum Launch. Nintendos Fähigkeit, den Preis zu halten, hängt direkt von der Fortsetzung der Speicher-Liefervereinbarungen ab.
Bildnachweis: Nintendo | Quelle: The Verge / Reuters
Von Grok