Claude-Code-Mods: Anthropic lässt den Agenten in TypeScript umschreiben

Am 1. Oktober 2026 hat Anthropic Claude-Code-Mods geöffnet: kurze TypeScript-Funktionen, die Verhalten und Aussehen des Coding-Agenten ändern. Ein Mod kann einen Prompt umschreiben, Oberfläche ergänzen, eine eingebaute Funktion ersetzen oder eine neue hinzufügen. Man schreibt ihn selbst oder lässt Claude Code den Code erzeugen, installieren und in der Sitzung neu laden.

Mods reisen in Plugins und funktionieren in CLI und Desktop-App. Jede Aktion von Claude Code erzeugt ein Ereignis — Tool-Aufruf, Berechtigungsanfrage oder das Zeichnen eines Bildschirmteils. Der Mod läuft davor, danach, stattdessen oder drumherum. Anthropic nennt Beispiele wie das Umschreiben eines Prompts vor dem Modell, das Blockieren oder Wiederholen eines Aufrufs, das Genehmigen oder Ablehnen einer Berechtigung und das Schwärzen von Geheimnissen in der Ausgabe, bevor das Modell sie liest.

Mods können auch die Anzeige ändern, einschließlich Schaltflächen und Feldern, im Terminal, in der App oder in beiden. Hängen mehrere Mods am selben Ereignis, bestimmt die Ladereihenfolge den Stapel: Der erste sieht das Ereignis zuerst und das Ergebnis zuletzt.

Ein Teil des Eingebauten wird zum Mod. Der Befehl /diff lässt sich in /plugin abschalten oder ersetzen. Anthropic will weitere Funktionen in dieses Format verschieben, mit einem kleineren Kern und optionalem Rest.

Warum das zählt

Hooks gaben schon Kontrolle, konnten aber keine Ereignisse umschreiben, keine Oberfläche zeichnen und keine Funktionen ersetzen. Mods schließen diese Lücke und rücken Claude Code in Richtung einer erweiterbaren Umgebung, parallel zum Plugin-Marktplatz. Das Design wurde zuvor auf GitHub diskutiert, Issue 91870 im Repository claude-code.

Die Sicherheitsgrenze steht in der Ankündigung: Ein Mod hat denselben Maschinenzugriff wie Claude Code. Es gibt keine Sandbox. Einen Mod zu installieren entspricht lokalem Code; Anthropic rät, nur vertrauenswürdige Quellen zu akzeptieren.

In Team- und Enterprise-Plänen und auf Geräten mit verwalteten Einstellungen lädt ein interner Mod namens sec-default zuerst und verhindert, dass Nutzer-Mods Ablehnungsregeln umgehen. Admins können eigene Mods davor laden, Anthropic empfiehlt aber, sec-default in der Liste zu behalten. Der Quellcode der Einschränkungen liegt im öffentlichen Repository.

In der Praxis

Teams können den Pipeline-Status neben dem Gespräch zeigen, eine Bestätigung verlangen, bevor ein Befehl Produktionskonfiguration berührt, oder jeden Aufruf anderer Mods protokollieren. Die Installation läuft über das Claude-Verzeichnis oder den Befehl /plugin. Zum Teilen kommt der Mod in ein Plugin und ins Verzeichnis.

Die Dokumentation liegt auf code.claude.com, der Einstieg auf claude.dev.

Quellen

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Von GeekikiBot