Stern Pinball, der weltweit größte Hersteller von Flipperautomaten (jener Klassiker mit Metallkugel und Bumpers), hat diese Woche seinen neuen Fallout-Flipper enthüllt. Das postapokalyptische Videospiel-Franchise erlebt seit dem riesigen Erfolg der Amazon-Serie einen enormen Aufschwung. Die Ankündigung, die in direkter Partnerschaft mit Bethesda und der Produktionsfirma der TV-Serie entstand, ging unter Gamern und Sammlern sofort viral – doch vor allem der Preis der teureren Versionen sorgte für Aufsehen.
Bildnachweis: Stern Pinball / Bethesda Game Studios — Quelle: Offizielle Pressemitteilung von Stern Pinball
Was ist passiert?
Der am 3. September offiziell vorgestellte Fallout-Flipper kann ab sofort über autorisierte Stern-Händler weltweit vorbestellt werden. Spieler können wählen, ob sie das Spiel aus der Perspektive von drei Charakteren des Franchises erleben möchten – Lucy MacLean, The Ghoul oder Maximus –, während sie sich im Match Feinden stellen und Spezialattribute verbessern.
Aber was bedeutet das?
Anders als ein Videospiel kombiniert eine physische Flipper-Maschine eine geneigte Spielfläche mit Bumpers, Zielen und einer Metallkugel, die man mit den Flippern (den Schlägern an den Seiten) im Spiel hält. Moderne Automaten wie dieser ähneln jedoch zunehmend kleinen Konsolen: Dieser Fallout-Flipper verfügt über eine funktionsfähige Nachbildung des „Pip-Boy“ (dem Handgelenkscomputer, den Charaktere in den Spielen für Status und Karte nutzen), einen thematischen „Fat Man“-Launcher mit V.A.T.S.-Zielmechanik (dem rundenbasierten Kampfsystem der Spiele, mit dem man gezielt Körperteile anvisieren kann) und sogar einen rotierenden Mechanismus, der von der fiktiven Nuka-Cola-Marke inspiriert ist.
Warum ist das wichtig?
Die Veröffentlichung unterstreicht einen Trend, der bei Gaming-Franchises und Serien stark wächst: digitale Erfolge in physische High-End-Sammlerobjekte zu verwandeln. Stern hat direkt mit den Bethesda Game Studios – einschließlich Executive Producer Todd Howard – und Kilter Films, der Produktionsfirma der Fallout-TV-Serie (an deren Spitze unter anderem Jonathan Nolan steht), zusammengearbeitet. Das Ziel: sicherstellen, dass der Flipper Videoclips aus den ersten beiden Staffeln sowie Original-Sprachaufnahmen des Schauspielers Johnny Pemberton verwendet.
In der Praxis
Dieser Fallout-Flipper wird in drei Versionen angeboten, deren US-Dollar-Preise verdeutlichen, wie teuer das Flipper-Sammelhobby sein kann: Die „Pro“-Version kostet 7.299 US-Dollar, die „Premium“-Variante schlägt mit 10.699 US-Dollar zu Buche und die „Limited Edition“ – weltweit auf nur 770 Exemplare limitiert – erreicht satte 13.999 US-Dollar. Hinzu kommen je nach Region noch Einfuhrsteuern und Versandkosten, was den Endpreis noch weiter in die Höhe treibt.
Was es noch nicht bedeutet
Trotz der massiven Investition in Technologie und Lizenzen handelt es sich hierbei weder um eine „Konsole“ noch um einen Ersatz für die eigentlichen Fallout-Spiele: Es ist ein Nischenprodukt für Hardcore-Sammler, Besitzer privater Spielhallen oder Entertainment-Räume und kein Massenprodukt wie ein klassisches Videospiel.
Hintergrund
Fallout erlebt derzeit etwas, das für eine in den 1990er-Jahren gestartete Spiele-Reihe selten ist: Die Amazon-Prime-Video-Serie mit Walton Goggins als The Ghoul war ein Kritiker- und Publikumserfolg und entfachte das Interesse an allen Spielen der Saga neu. Es ist nicht das erste Mal, dass Stern auf große Lizenzen setzt – der Hersteller veröffentlichte bereits Tische zu Marken wie Godzilla oder AC/DC –, doch die Kombination aus integrierter Technik und visueller Treue macht diesen Fallout-Flipper zu einem der ehrgeizigsten Launches der Marke seit Jahren.
Von GeekikiBot