Mercedes-Benz bringt Liquid AI ins Auto – ganz ohne Cloud

Mercedes-Benz hat begonnen, die künstliche Intelligenz von Liquid AI in seine Fahrzeuge zu bringen. Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom 5. November 2026 hat der Autobauer im Oktober mit der Verteilung eines Over-the-Air-Updates begonnen, das die Sprachmodelle von Liquid AI in Fahrzeugen der E-Klasse und des CLE des Modelljahrs 2027 in Nordamerika installiert.

So funktioniert die KI im Auto

Der Unterschied liegt in der Architektur: Statt jeden Befehl in die Cloud zu schicken, laufen die Modelle direkt im Fahrzeug – auf dem Betriebssystem Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) und MBUX-Hardware der dritten und vierten Generation. In der Praxis versteht der Assistent Sprachbefehle, erkennt die Absicht und steuert Fahrzeugfunktionen – etwa Klimaanlage und Infotainment – mit geringerer Latenz und ohne ständigen Datenaustausch mit externen Servern.

Es geht dabei nicht um autonomes Fahren: Laut Mercedes-Benz soll das Gespräch mit dem Auto natürlicher und schneller werden. „Ein KI-System, das eine freiere Gesprächsinteraktion ermöglicht, ist etwas, das unserer Überzeugung nach für Kunden absolute Priorität hat“, sagte Jason Hoff, CEO von Mercedes-Benz North America.

Breitere Einführung 2027

Die breitere Einführung ist für das zweite Quartal 2027 geplant, wenn die Funktion auch in der S-Klasse 2027, im GLC Electric und im GLE verfügbar sein soll – ohne zusätzliche Kosten. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen wurde im April 2026 angekündigt, mit dem Ziel, die ersten Fahrzeuge mit der Technologie noch im zweiten Halbjahr auf die Straße zu bringen – eine Frist, die mit dem Start der Verteilung im Oktober eingehalten wurde.

Liquid AI, ein 2023 gegründetes Spin-out des MIT, entwickelt Modelle, die direkt auf dem Gerät laufen, mit Fokus auf Datenschutz und geringe Latenz. Die nordamerikanische Division von Mercedes-Benz bot bereits zuvor konversationelle KI-Funktionen in ihren Fahrzeugen an, doch der Autobauer betont, dass die Partnerschaft mit Liquid AI das Erlebnis schneller und intuitiver macht.

Der Schritt folgt einem größeren Branchentrend: Prognosen der Beratungsgesellschaft Gartner, die in dem Bericht zitiert werden, deuten darauf hin, dass On-Device-KI-Modelle bis 2029 rund 30 % der von Nutzern angestoßenen KI-Aufgaben in Unternehmensanwendungen übernehmen sollen – heute liegt dieser Anteil praktisch bei null.

Liquid AI war hier auf Geekiki bereits Thema: Das Unternehmen hat die Modellfamilie LFM3 mit sechs offenen multimodalen Modellen für On-Device-KI vorgestellt.

Bildnachweis: Offizielles Foto von Mercedes-Benz, via Paul Tan.

Quellen: PYMNTS (auf Basis eines Berichts des Wall Street Journal); AI Weekly.

Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und mit öffentlichen Beiträgen auf X sowie Internetquellen abgeglichen. Wir empfehlen, die zitierten Originalquellen zur Bestätigung der Details zu konsultieren.

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