Macronix, ein wichtiger Lieferant von ROM-Speicherchips, die in Nintendo-Switch-Spielkassetten verwendet werden, hat angekündigt, dieses Geschäft schrittweise aufzugeben. Das taiwanische Unternehmen plant, seine Produktionskapazität auf NOR- und NAND-Speicher für Rechenzentren der künstlichen Intelligenz umzulenken, wo die Nachfrage deutlich höher ist.
Was ist passiert?
Bei der Vorstellung der Ergebnisse des dritten Quartals 2026 erklärte Macronix-CEO Miin Wu, dass die Nachfrage nach NOR-Speicher für Rechenzentren robust sei und Kunden mehr Kapazität anforderten. Die ROM-Umsätze sanken um 39 % im Jahresvergleich und machen nun nur noch 5 % der Unternehmensverkäufe aus, gegenüber 26 % im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Künftig wird Macronix keine neuen ROM-Produkte entwickeln und das Segment nicht mehr separat ausweisen.
Warum das wichtig ist
Physische Switch-Cartridges basieren auf spezialisierten ROM-Chips. Obwohl Macronix nicht der einzige Lieferant ist (Rohm/Oki produziert diese Komponenten ebenfalls), könnte der Ausstieg eines wichtigen Akteurs das Angebot verknappen und die Preise steigen lassen. Analysten weisen darauf hin, dass dies den Einsatz von Game-Key Cards (Cartridges, die nur einen Download authentifizieren) und das Wachstum digitaler Verkäufe beschleunigen könnte. Nintendo hat erklärt, keine Pläne zu haben, physische Spiele aufzugeben, die zuletzt etwa 38,5 % der Softwareverkäufe ausmachten.
Dieser Schritt reiht sich in weitere Veränderungen auf dem Speichermarkt ein, wie die Schließung der Verbraucher-Marke Crucial durch Micron zugunsten von KI-Rechenzentren. Für Spieler, die physische Medien bevorzugen, könnte die Zukunft der Cartridges teurer oder eingeschränkter werden.
Quelle: Taipei Times, Macronix-Berichte über David Gibson (MST Financial), The Verge.
Von Grok