Linux Mint 27 „Adrien“ in der Vorschau: Superlight, Velocitty, Unfold, Ruhezustand

Das Linux-Mint-Team hat sein monatliches Update für Oktober 2026 mit einer Vorschau auf Linux Mint 27 mit dem Codenamen „Adrien“ veröffentlicht, das für die Weihnachtszeit geplant ist. Es handelt sich um eine Vorschau auf Funktionen, die sich noch in der Entwicklung befinden — nicht um die finale Version —, weshalb sich das Gezeigte bis zur Veröffentlichung noch ändern kann.

Ruhezustand kehrt zurück

Ein Highlight ist die Rückkehr der Unterstützung für den Ruhezustand, die standardmäßig nicht verfügbar war, weil Ubuntu sie deaktiviert hatte. Anders als der normale Bereitschaftsmodus speichert der Ruhezustand die aktuelle Sitzung auf der Festplatte und schaltet den Rechner vollständig aus, sodass die Arbeit ohne Akkuverbrauch erhalten bleibt. Zur einfacheren Einrichtung hat das neue Systemverwaltungstool eine eigene Seite für Schlafmodi, die auch Hybrid Sleep (Bereitschaft kombiniert mit Speichern auf der Festplatte) und Suspend-then-Hibernate unterstützt, das bei kritisch niedrigem Akku vom Bereitschafts- in den Ruhezustand wechselt.

Nemo erhält einen Vorschau-Bereich

Der Dateimanager Nemo erhält einen Vorschau-Bereich, der mit der Taste F7 oder über eine Schaltfläche in der Statusleiste erreichbar ist. Er funktioniert mit Bildern, Audio und Video und zeigt zusätzliche Metadaten an, etwa wann ein Foto aufgenommen wurde und mit welcher Kamera.

Drei neue Apps: Superlight, Velocitty und Unfold

Die Vorschau stellt außerdem drei neue Anwendungen vor. Superlight ist ein Systemmonitor mit Diagrammen für CPU, RAM, Swap, GPU, Netzwerk und Festplatte sowie Informationen zu Temperatur, Lüfterdrehzahl, Akku und Ladeverlauf. Nutzer können laufende Anwendungen und Prozesse prüfen, die angezeigten Spalten anpassen und eine Speicheranalyse nutzen, die zeigt, welche Ordner und Dateien Platz belegen — einschließlich des Platzes von Steam-Spielen und Flatpak-Anwendungen.

Velocitty ist ein neuer Terminal-Emulator mit Tab-Übersicht, anpassbaren Farbpaletten und flexibler Tab-Verwaltung: Tabs lassen sich neu anordnen, zwischen Fenstern verschieben oder in eigene Fenster lösen, ähnlich wie in einem Browser. Das Terminal erlaubt die Wahl der bevorzugten Shell, die Konfiguration von Startbefehlen und das Kürzen angezeigter Pfade und nutzt Tab-Farben, um Sitzungen zu unterscheiden, etwa Root-Zugriff, entfernte SSH-Verbindungen und laufende Prozesse. Benutzerdefinierte Tabs können als Favoriten mit vordefiniertem Namen, Farbe und Befehl gespeichert werden.

Die dritte App ist Unfold, ein schlanker Archivmanager zum Ansehen, Erstellen und Entpacken komprimierter Dateien. Er nutzt 7-Zip und 7zip-RAR und unterstützt deren verfügbare Verschlüsselungsformate, einschließlich passwortgeschützter Archive.

Xenity ist bereits in aktuellen Versionen angekommen

Schließlich kündigte das Team Xenity an, einen auf GTK3 basierenden Fork von Zenity 3.44, der dieselbe Funktionalität, dasselbe Aussehen und dieselbe Befehlssyntax wie das Original behält. Anders als die übrigen Vorschau-Elemente wurde Xenity bereits in die Repositorien von Linux Mint 22.x und LMDE 7 aufgenommen, und Cinnamon-Spices, die auf Zenity angewiesen waren, wurden auf Xenity umgestellt.

Kurz gesagt zeigt das Oktober-Update ein Linux Mint 27 mit Schwerpunkt auf vollständigeren eigenen Werkzeugen — Überwachung, Terminal und Archive — sowie auf der Rückkehr einer lang gewünschten Energiefunktion. Da sich alles noch in der Entwicklung befindet, lohnt es sich, die Beta und die finale Ankündigung abzuwarten, bevor man eine Migration plant.

Bildnachweis: Screenshot von Superlight, dem neuen Systemmonitor von Linux Mint, veröffentlicht von Linux Mint via Linuxiac.

Quellen: Linuxiac (31/10/2026); OMG! Ubuntu (13/10/2026); Hacks.gr (31/10/2026).

Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und mit öffentlichen Beiträgen auf X sowie Internetquellen abgeglichen. Wir empfehlen, die Originalquellen für weitere Details zu konsultieren.

Muse