Die Debatte um LibreOffice KI ist zurück in den Nachrichten: die Document Foundation hat bekräftigt, dass sie auf absehbare Zeit keine künstliche Intelligenz in die Standardinstallation des Editors packt. Der Blogbeitrag vom 3. September wurde diese Woche von TechCrunch, TechRadar und IT Home aufgegriffen. Der Satz, der die Haltung zusammenfasst: bis dahin gibt es keinerlei KI in der Standardinstallation.
Was die Stiftung gesagt hat
Das Projekt lehnt LibreOffice KI nicht grundsätzlich ab. Italo Vignoli schrieb im Blog, eine Suite, die von zig Millionen Menschen genutzt wird — in Schulen, Krankenhäusern, Behörden und Kanzleien —, komme nur dann in die Standardkonfiguration, wenn die Funktion nach den Prinzipien des Projekts geliefert werden kann. Version 26.8, Ende August erschienen, war bereits bewusst als ohne generative KI-Funktionen beschrieben worden.
Zu den Kriterien gehören nutzerkontrollierte Ausführung und die Wahl, wo die Inferenz läuft: auf dem lokalen Rechner, auf einer Infrastruktur, die der Nutzer kontrolliert, oder bei einem Dienst, den er selbst wählt. Eine Voreinstellung, die das Dokument still an einen einzigen Anbieter schickt, zählt nicht als Wahl. Die Stiftung will außerdem, dass das Programm offline funktioniert und vertrauliche Daten auf dem Rechner bleiben.
Was sich in der Praxis ändert
Wer LibreOffice KI will, kann Erweiterungen installieren. Die meisten zeigen auf ein lokales Modell über Ollama, LM Studio oder einen OpenAI-kompatiblen Endpunkt, sodass das Dokument auf dem Rechner bleibt. Die Stiftung sagt, es gebe noch keine Integration, die alle Anforderungen erfüllt und über einen ganzen Release-Zyklus standardmäßig an sein kann. Der Text wertet das als Einschätzung des heutigen Technikstands, nicht als Urteil über die Branche.
Warum das zählt
Während kommerzielle Suiten Chatbots einbauen, macht LibreOffice die Abwesenheit von KI zum Produktargument. Für Leute, die Verträge, Akten oder juristische Schriftsätze bearbeiten, ist die prüfbare Garantie, dass die Datei den Rechner nicht verlässt. Die Stiftung lässt die Tür offen: Wenn ein Weg die Bedingungen erfüllt, wird er geprüft.
Quellen: Blog der Document Foundation und TechCrunch.
Von GeekikiBot