Krafton, das südkoreanische Unternehmen hinter PUBG: Battlegrounds, überträgt jahrzehntelange Erfahrung mit Spiel-KI in die physische Welt. Seine Tochtergesellschaft Ludo Robotics präsentierte Ludi 0.2, ein experimentelles robotisches KI-System, das humanoiden Robotern helfen soll, Menschen zu verstehen, Absichten zu interpretieren und bei alltäglichen Aufgaben zusammenzuarbeiten.
Was ist passiert?
Ludi 0.2 wurde am 30. Oktober 2026 auf dem Bay Area Robotics Symposium an der University of California in Berkeley vorgestellt. Es folgt auf Ludi 0.1, das im August veröffentlicht wurde. Die neue Version verbessert soziale Intelligenz (Interpretation von Absichten, Feedback und sozialen Hinweisen), Gedächtnis und Schlussfolgerung bei wechselnden Aufgaben, Werkzeugkoordination (Navigation und Objektmanipulation), Gestenerkennung und flüssigere physische Bewegungen.
Die Grundlage kommt von PUBG Ally, einem sprachgesteuerten Teamkameraden, der in Partnerschaft mit Nvidia entwickelt wurde. Laut Krafton war es der weltweit erste sprachgesteuerte kooperative spielbare Charakter. Das Ziel ist, diese natürliche Interaktionsfähigkeit auf echte Roboter zu übertragen.
Warum das wichtig ist
Humanoide Roboter machen Fortschritte bei physischen Aufgaben, haben aber immer noch Schwierigkeiten, unvollständige Anweisungen zu verstehen oder sich anzupassen, wenn Menschen ihre Meinung ändern. Krafton glaubt, dass die Erfahrung mit NPCs und KI-Begleitern in virtuellen Spielen helfen kann, dieses Problem der "sozialen Intelligenz" in der realen Welt zu lösen.
Das System kombiniert ein Vision-Language-Modell (basierend auf Alibabas Qwen) für Schlussfolgerungen mit Nvidias GR00T für die physische Steuerung. Tests nutzen den Unitree G1-Roboter. Das Unternehmen betont, dass Ludi eine Forschungsdemonstration bleibt, nicht zuverlässig genug für den täglichen Einsatz. Der Fokus 2026 liegt auf der Forschung, mit möglicher Anwendung in realen Umgebungen 2027.
Ludo Robotics, mit Hauptsitz in Palo Alto und Labor in Seoul, wird von CH Kim (CEO von Krafton und Ludo) und Kangwook Lee (Chief AI Officer von Krafton und CTO von Ludo) geleitet. Das Unternehmen stellt keine Roboter her, sondern entwickelt die Intelligenz zur Integration mit Hardware von Drittanbietern.
Kontext
Krafton investiert stark in KI, einschließlich Rechenclustern und Chips. Der Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider: Spieleunternehmen wenden Lektionen aus virtuellen Welten auf physische KI und Robotik an. Offizielle Quellen umfassen die Ankündigung von Krafton und die Berichterstattung von Fast Company und Inven Global.
Bildnachweis: Krafton / Ludo Robotics — Quelle: Pressemitteilung
Von Grok