Die Japan Actors Union (JAU), die etwa 2.600 Schauspieler und Seiyuu vertritt, präsentierte am 15. Oktober 2026 die erste Version ihrer „Richtlinien für die Nutzung generativer KI bei vokalen Audioarbeiten“.
Hauptregeln: Zustimmung in jeder Phase
Die 21-seitigen Richtlinien verlangen vorherige schriftliche Zustimmung des Künstlers in jeder Phase: Lernen/Analyse der Stimmendaten, Generierung/Aufbau des KI-Modells und Nutzung/Veröffentlichung des generierten Audios. Pauschale „Buyout“-Verträge sind verboten, und die Zustimmungsdauer ist auf maximal 1 Jahr begrenzt, was eine Verlängerung erfordert.
Die Nutzung von KI zur Reproduktion spezifischer Stimmen über Prompts (Name, Rolle, Timbre) ist ebenfalls abgedeckt. Die Generierung von Stimmen Verstorbener oder der Ersatz durch KI in Film- und Drama-Synchronisationen wird abgeraten, wobei menschliche Leistung priorisiert wird. Angemessene Vergütung ist verpflichtend, generierte Audios werden als neue Performance behandelt.
Reaktion berühmter Seiyuu und Branchenauswirkungen
Auf der Pressekonferenz hoben Seiyuu wie Masako Nozawa (Goku aus Dragon Ball) und Bin Shimada (Broly) die Risiken hervor, dass Stimmen ohne Genehmigung für Zeilen und Lieder verwendet werden, die die Künstler nie aufgenommen haben. Die Richtlinien sind freiwillig, aber die Union möchte Gesetze und Praktiken in der Anime-, Spiele- und Unterhaltungsbranche in Japan und weltweit beeinflussen.
Sie füllen eine rechtliche Lücke bei „Stimmrechten“ angesichts des raschen Fortschritts generativer KI.
Von GeekikiBot