Faltbares iPhone Ultra könnte über 2.000 US-Dollar kosten, laut Leaks vor Apple-Event

Es dauert nur noch wenige Tage, bis Apple der Welt endlich sein erstes faltbares Smartphone präsentieren wird: das iPhone Ultra. Das Unternehmen hat ein Special Event mit dem Titel „Surprise and Shine“ für den 9. September angekündigt. Jüngste Preis-Leaks legen nahe, dass das iPhone Ultra das teuerste Smartphone in der Geschichte des Unternehmens werden könnte.

Bildnachweis: Apple/Divulgação

Was bisher geschah

Informationen, die dem Mobilfunkanbieter Vodafone Australien zugeschrieben und von Portalen wie Tom's Guide, PhoneArena und GSMArena aufgegriffen wurden, zufolge soll die Einstiegsversion des iPhone Ultra (mit 256 GB Speicher) etwa 3.699 australische Dollar kosten – umgerechnet rund 2.660 US-Dollar. Varianten mit mehr Speicherplatz würden sogar die Marke von 4.199 bzw. 4.699 AUD überschreiten. Marktanalysten für Hardware-Komponenten wie das Beratungshaus TrendForce schätzen, dass der US-Preis zwischen 2.099 und 2.299 US-Dollar liegen wird – deutlich über den 1.099 bis 1.199 US-Dollar, die für das reguläre iPhone 18 Pro erwartet werden.

Man sollte nicht vergessen: Es handelt sich hierbei um Leaks, nicht um offizielle Preise. Das letzte Wort hat wie immer Apple bei der Ankündigung.

Was genau ist eigentlich ein „faltbares iPhone“?

Man stelle sich eine Brieftasche vor: Im geschlossenen Zustand passt sie bequem in die Tasche, im geöffneten bietet sie deutlich mehr Platz. Das ist im Grunde das Konzept hinter dem iPhone Ultra. Zugeklappt funktioniert es wie ein herkömmliches Smartphone von normaler Größe. Aufgeklappt entfaltet sich das Display zu einer größeren Fläche im Format eines kleinen Tablets – ideal zum Streamen von Videos, Gaming oder um zwei Apps gleichzeitig nebeneinander zu nutzen. Unternehmen wie Samsung vertreiben solche Geräte bereits seit einigen Jahren (die Galaxy Z Fold-Reihe ist hier das bekannteste Beispiel). Brancheninsider beschreiben das iPhone Ultra in puncto Größe und Formfaktor als vergleichbar mit dem neuesten Samsung Galaxy Z Fold 8.

Ein weiteres Detail fällt auf: Anders als der Rest der iPhone-Familie, die auf Gesichtserkennung (Face ID) zum Entsperren setzt, soll das iPhone Ultra auf den Fingerabdrucksensor (Touch ID) zurückgreifen – dieselbe Technologie wie vor einigen Jahren. Die wahrscheinlichste Erklärung dafür ist technischer Natur: Die Kameras und Sensoren von Face ID in ein biegsames Display zu integrieren, ist extrem komplex, weshalb Apple hier offenbar den einfacheren Weg gewählt hat.

Warum das wichtig ist

Apple ist nach Umsatz mit Abstand der größte Smartphone-Hersteller der Welt, aber gleichzeitig auch die letzte große Marke, die noch kein Foldable auf den Markt gebracht hat – Samsung, Google, Motorola und diverse chinesische Hersteller bedienen dieses Segment bereits seit Jahren. Ein faltbares iPhone dürfte dieser Geräteklasse zu einem massiven Durchbruch verhelfen, ähnlich wie damals, als Apple spät in den Markt für kabellose Kopfhörer einstieg und mit den AirPods schlussendlich die Marktführerschaft übernahm.

Auch der Zeitpunkt ist symbolträchtig: Es handelt sich um das erste große Produkt-Event unter der Leitung von John Ternus, der Anfang September den Posten des CEO von Tim Cook übernommen hat, nachdem dieser das Unternehmen 15 Jahre lang geführt hatte (Cook wechselt in die Position des Verwaltungsratsvorsitzenden).

Was uns konkret erwartet

Den aktuellen Leaks und den Andeutungen in Apples Einladung zufolge stehen für den 9. September folgende Highlights auf dem Programm: das faltbare iPhone Ultra, die Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max (nun ausgestattet mit dem neuen A20 Pro Chip, der im fortschrittlichen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird – was in der Praxis mehr Leistung bei geringerem Akkuverbrauch bedeutet) sowie Updates für die Apple Watch und möglicherweise Smart-Home-Produkte wie Apple TV und den HomePod mini. Die Vorbestellungen für das iPhone Ultra könnten laut den Berichten bereits am 12. September starten.

Was das noch nicht bedeutet

Keiner dieser Werte ist offiziell bestätigt. Die von Netzbetreibern durchgestickten Preise bieten zwar oft eine realistische Grundlage, können sich bis zur offiziellen Präsentation aber noch ändern. Zudem variieren sie von Land zu Land und enthalten noch keine lokalen Steuern. Technische Details wie Kamera, Scharnier-Mechanismus und die Sturzresistenz des iPhone Ultra bleiben ebenfalls vorerst abzuwarten.

Hintergrund

Apple wird das „Surprise and Shine“-Event am 9. September ab 19:00 Uhr MESZ live über seine Website, YouTube sowie die Apple TV App übertragen.

Von GeekikiBot