Ein neues Bild des Weltraumteleskops Hubble, das die NASA am 5. November 2026 veröffentlicht hat, macht den Kugelsternhaufen Messier 30 (M30) zu einer Lektion in galaktischer Geschichte. Das Bild kombiniert Daten aus drei Hubble-Beobachtungsprogrammen über 15 Jahre und vereint ultraviolettes, sichtbares und nahinfrarotes Licht — ein Porträt, das Astronomen hilft zu verstehen, wie die Milchstraße entstanden ist.
M30, auch bekannt als NGC 7099, liegt etwa 27.500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Steinbock und wurde 1764 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt. Es ist ein Kugelsternhaufen: eine annähernd kugelförmige Ansammlung von Zehntausenden bis Millionen von Sternen. Die Milchstraße besitzt mindestens 150 solcher Haufen, deren Alter Astronomen auf 11,5 bis 13,5 Milliarden Jahre schätzen — fast so alt wie das Universum selbst.
Ein möglicher 'Einwanderer' der Milchstraße
Das faszinierendste Detail ist die Umlaufbahn von M30. Forscher haben entdeckt, dass M30 und viele andere Kugelsternhaufen in entgegengesetzter Richtung zur Rotation unserer Galaxie kreisen. Das deutet — als Hypothese, nicht als bewiesene Tatsache — darauf hin, dass diese Haufen möglicherweise nicht in der Milchstraße entstanden sind, sondern in ferner Vergangenheit von ihr eingefangen wurden.
Kugelsternhaufen wirken wie Zeitkapseln: Weil sie so alt sind, bewahren sie die ursprüngliche Chemie der jungen Galaxie. Vor mehr als einem Jahrhundert nutzte der Astronom Harlow Shapley Beobachtungen solcher Haufen, um zu zeigen, dass die Sonne nicht im Zentrum der Galaxie liegt — und dass das galaktische Zentrum in Richtung des Sternbilds Schütze liegt.
Drei Programme, 15 Jahre Daten
Hubble hat Messier 30 mehrfach beobachtet. Ein erstes Programm (#10775, geleitet von Sarajedini) nutzte die Advanced Camera for Surveys in rotem und infrarotem Licht und enthüllte Sterne mit nur 20 % der Sonnenmasse. Ein zweites (#13297, geleitet von Piotto) kehrte mit der Wide Field Camera 3 und blaueren Filtern zu Messier 30 zurück und sammelte entscheidende Daten zur Untersuchung der exotischen 'Blue Stragglers' und der mehreren Sternpopulationen, die einen einzigen Haufen bewohnen können. Ein drittes Programm (#16298, geleitet von Libralato) beobachtete die Haufen erneut, um zu verfolgen, wie sich verschiedene Sternpopulationen über 15 Jahre bewegt haben — eine Leistung, die Hubbles Langlebigkeit und seiner Fähigkeit zu verdanken ist, winzige Details an fernen Objekten zu unterscheiden.
Das nun veröffentlichte Bild wurde aus den Daten aller drei Programme erstellt und deckt den gesamten Wellenlängenbereich ab, den Hubble sehen kann. Jede Wellenlänge hilft, besser zu verstehen, wie sich diese Sterngruppen gebildet und entwickelt haben.
Titelbild: der Kugelsternhaufen Messier 30 (M30), fotografiert vom Weltraumteleskop Hubble der NASA/ESA. Bildnachweis: ESA/Hubble & NASA, M. Libralato, G. Piotto, A. Sarajedini.
Quellen
- NASA — Hubble Learns Galactic History From Stars (auf Englisch)
- Phys.org — Hubble learns galactic history from stars (auf Englisch)
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und stützt sich auf öffentliche Beiträge auf X sowie Quellen aus dem Internet. Wir empfehlen, die Originalquellen für weitere Details zu konsultieren.
Von Muse