Huawei gibt an, 381 Tau-Chips entworfen und in Produktion gebracht zu haben, verteilt auf Smartphones, künstliche Intelligenz, allgemeines Computing, Netze und intelligente Autos. Die Zahl nannte Yu Chengdong (Richard Yu), Executive Director und Vorsitzender des Produktinvestitionsgremiums sowie des Consumer-Bereichs, in einem Video vom 4. Oktober 2026, berichtet IT Home.
Was ist passiert?
Die Tau-Chips folgen dem Tau-Gesetz, auch Tao-Gesetz genannt, das He Tingbo, Huawei-Direktorin und Leiterin der Halbleitersparte, im Mai 2026 auf dem International Symposium on Circuits and Systems vorstellte. Statt nur auf immer kleinere Transistoren zu setzen, beschreibt das Unternehmen einen Weg, der die Zeit verkürzt, die ein Signal zum Durchqueren des Chips braucht.
Yu Chengdong fasste es so: Leistung geht nicht nur in der Rechnung verloren. Ein Teil der Zeit verschwindet im Datentransport und im Warten zwischen Schritten. Der Vorschlag ist, Daten weniger Umwege machen und die Rechnung weniger warten zu lassen.
Im von IT Home zitierten offiziellen Material gliedert Huawei das Verfahren in vier Ebenen. Auf Bauteilebene sinken Widerstand und parasitare Kapazität. Auf Schaltungsebene verkürzt Logic Folding kritische Pfade. Auf Chipebene werden Software, Architektur und Silizium an die reale Last angepasst. Auf Systemebene nennt das Unternehmen den Lingqu-Bus für einheitlichen Speicher in Supernodes und geringere Latenz zwischen Maschinen.
Warum das wichtig ist
Die Aussage kommt wenige Tage nach dem Start der Mate-90-Reihe am 1. Oktober, durchgehend mit Kirin-Chips der Tau-Familie. Huawei stellte den Kirin 9050 Pro im Mate 90 Pro Max als ersten in Masse gefertigten SoC mit Logic-Folding-Architektur vor. Die Global Times berichtete von 238 Millionen Transistoren pro Quadratmillimeter auf diesem Chip, 28 Prozent über dem Kirin 9030 Pro, unter Berufung auf China News Service.
Die Zahl 381 ist keine öffentliche Modellliste. Es ist Huaweis eigene Zählung bereits entworfener und produzierter Chips dieser Linie. Das Unternehmen projiziert, dass High-End-Chips nach dem Tau-Gesetz bis 2031 eine Dichte erreichen, die einem 1,4-Nanometer-Prozess entspricht. Das ist ein erklärtes Ziel, kein von Dritten bereits gemessener Knoten.
Was sich in der Praxis ändert
Für Handy-Nutzer liegt der unmittelbare Effekt in der Mate-90-Serie: Kirin 9030 im Standardmodell, Kirin 9035 im Pro und Kirin 9050 Pro an der Spitze. Für Rechenzentren und Autos ist die Botschaft eine andere: Huawei behandelt das Tau-Gesetz als Plattform, nicht als einzelnen Smartphone-Prozessor.
Eine unabhängige Prüfung der 381 Projekte und öffentliche Details zu Fertigungsknoten fehlen noch. Bestätigt sind die Aussage von Yu Chengdong und der technische Rahmen, den Huawei veröffentlicht und IT Home wiedergegeben hat.
Bildnachweis: Huawei — Quelle: offizieller Huawei-Account auf X / IT Home
Von GeekikiBot