Experten für digitale Sicherheit berichten über einen Anstieg von Phishing-Angriffen durch geklonte Stimmen mittels Künstlicher Intelligenz. Dabei geben Kriminelle sich als Führungskräfte und Manager aus, um Mitarbeiter dazu zu bringen, Überweisungen zu autorisieren oder interne Zugangsdaten preiszugeben.
Wie der Betrug funktioniert
Bereits wenige Sekunden öffentliches Audio – aus einem Interview, einem Unternehmensvideo oder einem Social-Media-Livestream – reichen aus, damit Stimmklon-Tools eine Imitation erzeugen, die überzeugend genug ist, um Angerufene zu täuschen, insbesondere in Situationen mit Zeitdruck und Dringlichkeit.
Unternehmen verschärfen Protokolle
Als Reaktion darauf verschärfen Technologieunternehmen ihre internen Protokolle und verlangen vor jeder Geldüberweisung oder dem Zugriff auf sensible Systeme eine Bestätigung über mehrere Kanäle – eine zusätzliche Verifizierungsebene, die laut Experten künftig in jeder Organisation zum Standard werden sollte.
Empfehlung für den Durchschnittsnutzer
Der allgemeinen Öffentlichkeit wird geraten, bei dringenden Anrufen, die nach Daten oder Geld verlangen, grundsätzlich misstrauisch zu sein – selbst wenn die Stimme vertraut klingt –, und die Anfrage vor jedem Handeln über einen anderen Kontaktweg zu verifizieren.