Elon Musk sagt, humanoide Roboter werden mehr RAM brauchen als alles andere auf der Erde

Elon Musk erklärte auf X, dass die RAM-Nachfrage humanoider Roboter "alles andere auf der Erde übertreffen" werde, weil diese Maschinen auf physischen Substraten sein müssen, um "Atome zu formen". Der Kommentar kam als Reaktion auf einen Counterpoint-Research-Bericht, der starkes, aber moderateres Wachstum prognostizierte.

Was ist passiert?

Am 26. Oktober 2026 postete Musk auf X als Antwort auf einen Counterpoint-Research-Bericht. Die Studie schätzte, dass die globale DRAM-Nachfrage für humanoide Roboter zwischen 2026 und 2030 um mehr als das 20-Fache wachsen würde — von etwa 8.300 Terabyte auf 172.000 Terabyte — wobei die durchschnittliche Kapazität pro Roboter von 19 GB auf 39 GB steigt.

Musk nannte die Analyse "silly" und schrieb: "Robot RAM needs will exceed everything else on Earth, as you need the robots to be on physical substrates in order to shape atoms. Super intelligence needs will vastly exceed that, but ~100% of SI will be deep space compute. Obviously."

Analysten reagierten. Shay Boloor von Futurum Equities berechnete ein hypothetisches Szenario: Wenn Tesla 10 Millionen Optimus pro Jahr produzierte, jeder mit 72 GB Speicher, würde die jährliche Nachfrage etwa 720 Petabyte erreichen. Micron und SK hynix wurden als potenzielle Nutznießer eines Niedrigleistungs-Speichermarktes (LPDDR) außerhalb von KI-Rechenzentren genannt.

Quellen: Original-Post von Elon Musk auf X und Berichterstattung von Medien wie PC Gamer und IBTimes.

Warum ist das wichtig?

Musks Aussage hebt das Potenzial physischer Robotik als neuen großen Speicherverbraucher jenseits von KI-Rechenzentren hervor. Roboter müssen Kameras, LiDAR, taktile Sensoren und lokale Weltmodelle in Echtzeit verarbeiten — und diesen Speicher an Bord tragen, im Gegensatz zur Superintelligenz, die Musk überwiegend im Orbit sieht.

Tesla hat die Optimus-AI5- und AI6-Chips bereits auf etwa 72 GB und 144 GB LPDDR angepasst und dabei Liefervolumenbeschränkungen angeführt. CEOs von Speicherherstellern, wie Microns Sanjay Mehrotra, haben bereits gewarnt, dass humanoide Roboter und Level-4+-autonome Fahrzeuge Volumen vergleichbar mit Autos (Hunderte von GB) benötigen könnten.

Es ist wichtig zu beachten, dass Musks Prognose spekulativ ist und von noch fernen Produktionsvolumen abhängt. Unabhängige Analysen weisen darauf hin, dass selbst bei starkem Wachstum die DRAM-Nachfrage humanoider Roboter 2030 immer noch nur einen kleinen Anteil der aktuellen globalen Produktion ausmachen würde.

Was ändert sich in der Praxis?

Kurzfristig kommt der Druck auf den Speicher weiterhin hauptsächlich von KI-Rechenzentren. Die Robotik könnte zu einem zusätzlichen Volumentreiber für Niedrigleistungs-Chips (LPDDR) werden und Micron, SK hynix und Samsung mittelfristig zugutekommen.

Für Verbraucher verstärkt dies die Narrative, dass RAM-Knappheit und erhöhte Preise anhalten oder sich verstärken könnten, wenn die Roboterproduktion skaliert. Dennoch würde laut Musk der Großteil der Superintelligenz-Nachfrage in weltraumbasiertes Compute abwandern, was den terrestrischen Rechenzentrumsdruck verringern würde.

Bildnachweis: Reuters / AFP — Quelle: PC Gamer / IBTimes (Berichterstattung über Elon Musks X-Post)

Von GeekikiBot