Der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz ist auf ein neues Hindernis gestoßen — und es kommt von der Wahlurne. Bei den Kommunalwahlen am 3. November in den Vereinigten Staaten stimmten die Wähler in 40 der 41 Maßnahmen, die Ballotpedia in 10 Bundesstaaten verfolgt, für Begrenzungen des Ausbaus von Rechenzentren.
Die Zahlen variieren je nach Zählung — 404 Media zählte mehr als 40 Maßnahmen in 13 Bundesstaaten, darunter sechs Städte, die neue Rechenzentren verbieten, und zwölf, die Verbrauchsobergrenzen in Megawatt einführen — doch die Richtung ist dieselbe: Die meisten Gemeinden stimmten dafür, die Projekte zu bremsen, zu begrenzen oder zu blockieren. Die Ergebnisse sind noch inoffizielle Auszählungen und warten auf die Zertifizierung.
Ohio, das Epizentrum des Konflikts
In Ohio, dem Epizentrum des Konflikts, lagen 21 der 41 Maßnahmen in 18 Gemeinden. In Piqua wählten die Bürger den Bürgermeister und zwei Stadträte ab, die einen 1-Milliarde-Dollar-Campus von Meta unterstützten, und stimmten für ein Verbot großer Rechenzentren.
Die Gegenreaktion endete nicht an der Wahlurne. In Northampton, Massachusetts, beschloss der Stadtrat ein einjähriges Moratorium für Rechenzentren und richtete einen Ausschuss ein, der Flächennutzung, Gesundheit und Infrastruktur untersuchen soll. In Europa besetzten am 6. November mehrere hundert Aktivisten die Baustelle eines im Bau befindlichen Microsoft-Rechenzentrums in Amsterdam, wie Al Jazeera berichtete.
Der Markt preist das Risiko bereits ein
Der Markt preist das Risiko bereits ein: Goldman Sachs warnte Investoren, dass kurzfristige Moratorien rund 45 % der geplanten Ausbaukapazität von Rechenzentren in den USA betreffen könnten. Texas, das mehr als 41 % der zusätzlichen Kapazität liefern sollte, wählte eine Gouverneurin, die im Wahlkampf ein Moratorium forderte, bis die Gemeinden ein Mitspracherecht erhalten.
Der Druck hilft, die Reaktion der Branche zu erklären: Zwei Tage nach der Abstimmung veröffentlichte OpenAI einen nationalen Pakt mit den Gemeinden und versprach, die vollen Energiekosten seiner künftigen Campus zu tragen und Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Behörden zu beenden — ein Thema, das Geekiki bereits behandelt hat: OpenAI Community Compact: Unternehmen zahlt Stromrechnung der Rechenzentren und beendet NDAs. Ob die anderen Giganten — Microsoft, Google, Meta und Amazon — vor den nächsten Abstimmungen am 1. Dezember in Clarksville, Arkansas, und am 15. Dezember in Mandan, North Dakota, ähnliche Zusagen machen, bleibt abzuwarten.
Bildnachweis: Serverracks im Computerraum der NOIRLab-Zentrale in Tucson, Arizona. Foto von NOIRLab/NSF/AURA/T. Slovinský, via Wikimedia Commons.
Quellen: AI Weekly — AI data centers lose 38 of 40-plus US ballot measures (nach einem Bericht von 404 Media); Citizen Portal — Northampton imposes one-year moratorium on data centers; The Century Report — Voters Pass About 38 of 44 Data-Center Limits; Temperature2 — OpenAI will pay full power costs at future data centers.
Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und stützt sich auf öffentliche Veröffentlichungen und Internetquellen. Die genannten Daten sind in den oben aufgeführten Originalquellen überprüfbar — bitte konsultieren Sie diese zur Bestätigung.
Von Muse