United-Chef bezweifelt Booms Zeitplan 2029 für den Überschalljet Overture

Boom Supersonics Überschalljet Overture könnte 2029 möglicherweise nicht fertig sein. Diese Einschätzung stammt von United-Airlines-Chef Scott Kirby, einem der ersten Kunden des Unternehmens, in einem Interview im Podcast Office Hours: Business Edition, in einer Folge vom 28. Oktober 2026.

Wie Ars Technica berichtete und andere Publikationen aufgriffen, sagte Kirby, 2029 sei Booms offizieller Zeitplan, fügte aber hinzu: „Es wird 2029 nicht passieren. Es wird länger dauern.“ Er lobte außerdem Boom-Chef Blake Scholl und warnte, dass das Unternehmen noch Entwicklungs- und Zertifizierungshürden bei der FAA, der US-Luftfahrtbehörde, überwinden müsse.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Aussage und einer offiziellen Entscheidung: Es handelt sich um die Einschätzung eines Kunden, hier als AUSSAGE eingestuft, und nicht um eine von Boom angekündigte Verzögerung. Bislang hat das Unternehmen kein neues Datum genannt, und frühere Mitteilungen beschrieben die Zertifizierung und die ersten zahlenden Passagiere für 2029. United hat eine bedingte Vereinbarung über 15 Overture-Flugzeuge, mit einer Option auf 35 weitere, sofern der Jet die Anforderungen der Airline erfüllt.

Die Superpower-Wette

Die Zweifel am Zeitplan kommen, während Boom auf ein zweites Geschäft im Bereich künstliche Intelligenz setzt. Am 22. Oktober 2026 stellte das Unternehmen Sprint Core vor, den ersten vollständigen Prototyp eines Turbinenkerns mit mehr als 1.000 Sensoren, der sowohl für die Superpower-Turbine als auch für das für Overture geplante Symphony-Triebwerk bestimmt ist. Die erste Zündung wird vor Thanksgiving 2026 bei Tests am Colorado Air & Space Port erwartet.

Superpower ist eine 42-Megawatt-Erdgasturbine für KI-Rechenzentren. Boom eröffnete in Centennial im US-Bundesstaat Colorado eine Fabrik von rund 200.000 Quadratfuß mit einer Investition von 150 Millionen US-Dollar und bis zu 500 erwarteten Arbeitsplätzen, die bereits Teile produziert, während der Bau weiterläuft; der volle Betrieb wird Anfang 2027 erwartet. Das Unternehmen will erste Turbinen Mitte 2027 an Kunden liefern, 25 Einheiten (1 GW) im Jahr 2028 und 50 Einheiten (2 GW) im Jahr 2029 erreichen.

Der Rückschlag mit Crusoe

Dieser Energieplan hat bereits einen kommerziellen Rückschlag erlitten: Am 25. September 2026 teilte Scholl in einem Beitrag auf X mit, dass die 1,25-Milliarden-US-Dollar-Vereinbarung mit dem Rechenzentrumsentwickler Crusoe über 29 Turbinen nicht als gemeinsamer Start fortgeführt werde. Laut Scholl selbst werde das Unternehmen im folgenden Jahr etwa 250 MW Superpower-Kapazität an andere Standorte liefern, ohne diese Kunden zu nennen — eine Behauptung, für die es bislang keine unabhängige Bestätigung gibt, wer diese Käufer sind.

Was bestätigt ist und was Einschätzung bleibt

Als redaktionelle Einordnung erzählen beide Fronten eine einzige Geschichte: Boom versucht, mit Energieeinnahmen die Überschallluftfahrt zu finanzieren, doch sowohl Flugzeug als auch Turbine müssen Kunden, Zeitpläne und Zertifizierung erst noch beweisen. Bestätigt sind vorerst Kirbys Aussage, der Sprint-Core-Kern und die Fabrik; eine Verzögerung der Overture selbst bleibt eine Einschätzung, keine vom Hersteller verkündete Tatsache.

Bildnachweis: Overture-Rendering von Boom Supersonic, wiedergegeben von Simple Flying.

Quellen: offizielle Mitteilung von Boom Supersonic zur Superpower Superfactory (boomsupersonic.com); TokenPost (tokenpost.com); Pivot News (pivotnews.ai).

Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und mit öffentlichen Beiträgen sowie im Text zitierten Internetquellen abgeglichen. Wir empfehlen, die Originalquellen zu konsultieren, um die Details zu prüfen.

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