Arcturus Vision kommt als Drittanbieter-Zubehör fürs Steam Frame, Valves Virtual-Reality-Headset, und zielt auf den meistkritisierten Punkt: das monochrome Passthrough. Das Modul, etwa 10 Gramm, passt in den vorderen Erweiterungsanschluss unter der Nasenbrücke und ersetzt die eigene Kamerasicht des Headsets durch farbiges HDR.
Valve führt Arcturus Vision unter Zubehör mit dem Siegel Steam Frame Compatible. Der Preis im Shop des Herstellers liegt bei 149 US-Dollar, mit kostenlosem Standardversand, einjähriger eingeschränkter Garantie und 14 Tagen Rückgabe, so Mixed News und BestInXR. IT Home nannte bei der Verfügbarkeit am 3. Oktober 2026 150 US-Dollar.
Was die Kamera kann
Die vier eingebauten Kameras des Steam Frame sind monochrom und dienen vor allem dem Tracking von Headset und Controllern. Arcturus Vision nutzt zwei 32-MP-Sony-RGB-Sensoren im Abstand von 64 mm — eine Distanz, die Arcturus als nah am menschlichen Augenabstand beschreibt, damit Aufnahmen den Maßstab halten.
Das kombinierte Passthrough erreicht 4928×2464, standardmäßig mit 60 Bildern pro Sekunde und bis zu 72 Hz. Ein 144-Hz-Modus gibt es, wenn die Auflösung auf 2464×1232 fällt; Raten über 60 fps brauchen laut Hersteller eine besondere Konfiguration. Das angegebene Sichtfeld ist 125×105 Grad, der Fokus reicht von 30 cm bis unendlich.
Die Montage ist Plug-and-play: IT Home berichtet, ein Neustart sei nicht nötig. Das System wechselt von selbst auf die Arcturus-Kamera in Szenen, die schon das interne Passthrough nutzten, etwa den SteamVR-Hintergrund und Mixed-Reality-Spiele.
Raumvideo und Tests
Arcturus Vision nimmt auch Raumvideo auf. Die kostenlose App erfasst bis zu 2464×2464 pro Auge bei 60 fps oder 1232×1232 bei bis zu 120 fps, in 10-Bit-HLG-HDR. Das Sync-Werkzeug zum Umwandeln und Ordnen der Clips gibt es für Windows und Mac; Linux ist geplant.
In einem von IT Home wiedergegebenen Test von Road to VR lässt die native Kamera einen Handybildschirm im Passthrough kaum lesen. Mit Arcturus Vision ist der Text lesbar. Das Medium beschreibt das Ergebnis farblich und in der Schärfe etwa auf Quest-3-Niveau, deutlich hinter dem Apple Vision Pro.
Warum das zählt
Farbiges Passthrough macht ein Headset außerhalb des Spiels brauchbar: Raum, Tastatur oder Handy sehen, ohne das Visier abzunehmen. Valve ließ Anschluss und Kompatibilitätsmarke offen, und ein Drittanbieter füllte eine Lücke, die die Serienhardware nicht abdeckt. Das Modul ändert weder Display noch Tracking, nur die Umgebungskamera.
Quellen: IT Home, Mixed News und BestInXR.
Von GeekikiBot