Apple teilte in einem Hinweis vom 2. Oktober 2026 auf der Entwicklerseite mit, dass sie zusätzliche Kontrollen für Full Disk Access in macOS einführen wird. Erklärtes Ziel: Diese Berechtigung, die einen großen Teil der üblichen Datenschutzschranken umgeht, soll nur noch nach einer sehr ausdrücklichen Nutzeraktion erteilt werden.
Full Disk Access gibt es vor allem für Backup-Apps. In der Praxis kann eine App damit fast alles lesen, was keine root-geschützte Datei ist: lokale Dateien, Mail, Nachrichten und den Browserverlauf. Apple sagt, einige Entwickler nutzten diesen Weg so, dass Daten offengelegt werden können, ohne dass die Person den Umfang versteht. Bei Kommunikations-Apps kann das auch die Privatsphäre des Gegenübers betreffen.
Der direkteste Satz des Hinweises verknüpft die Änderung mit KI-Agenten: „Je fähiger und autonomer KI-Agenten werden, desto erheblich wachsen die Risiken dieser Zugriffsstufe.“ Apple nennt keine App und hat die Form der neuen Kontrollen noch nicht beschrieben.
Der Muse-Kontext
Fachmedien verbinden den Hinweis mit einem jüngeren Vorwurf gegen Metas Agenten Muse. Ein Journalist von Inc. behauptete, Muse habe Nachrichten auf einem Mac gelesen. Meta widersprach: Kommunikations-VP Andy Stone sagte, ein Lesen sei nur möglich, wenn der Nutzer Full Disk Access und den Nachrichten-Connector von Muse aktiviert habe. Apple erwähnt weder Meta noch Muse.
Der macOS-Sicherheitsspezialist Patrick Wardle fasste den technischen Punkt in Aussagen zusammen, die Ars Technica berichtete und PCMag zitierte: Mit Full Disk Access ist jede Nicht-Root-Datei lesbar, einschließlich Verlauf, Cookies und Chats. Die Frage ist nicht, ob das System nach der Freigabe lesen darf. Sie ist, ob der Nutzer versteht, was er freigibt, wenn ein Agent eigenständig handelt.
Was nicht bestätigt ist
Apple nannte weder Datum noch macOS-Version noch die genaue Form der Kontrollen. Medien wie Macworld und PCMag halten eine schärfere Warnung beim Erteilen für wahrscheinlich, das ist aber Presse-Lesart, keine offizielle Zusage. Es gibt auch keine Bestätigung, dass legitime Backup-Apps die Funktion verlieren: Der Hinweis spricht von ausdrücklicher Aktion, nicht von einem Verbot.
Für alle, die Agenten auf dem Mac nutzen, zählt die Änderung, weil der nächste Autonomieschritt von weiten Rechten abhängt. Apple signalisiert, dass dieser Zugriff kein stiller Schalter in den Einstellungen mehr sein wird.
Quellen
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Von GeekikiBot