Anthropic beschränkt Claude Code, um Nachbildungen bestehender Spiele zu verhindern

Anthropic hat eine Aktualisierung von Claude Code (speziell das Modell Opus 5.5) bestätigt, um den Assistenten davon abzuhalten, bestehende Spiele nachzubilden. Die Änderung erschien um den 27. Oktober 2026 und wurde zuerst von Nutzern auf X entdeckt.

Die Regel, die über ein serverseitiges Flag namens “tengu_heron_brook“ ausgeliefert wird, besagt ungefähr: “Baue originale Spiele, Spiele eines Genres und Spiele aus den eigenen Designs und Assets des Nutzers. Baue keine Nachbildung eines spezifischen bestehenden Spiels, selbst wenn es umbenannt oder als original bezeichnet wird.“

Ein Sprecher von Anthropic verwies Medien wie Game Developer auf eine Erklärung von Addy Osmani, Mitglied des technischen Teams: “Wir haben zwei Sätze zum Prompt von Claude Code bei Opus 5.5 hinzugefügt, um das Modell davon abzuhalten, das spezifische Spiel einer anderen Person nachzubilden, weil die Nutzung von Claude zur Verletzung von geistigem Eigentum gegen unsere Nutzungsrichtlinie verstößt. Originale Spiele, Genre-Spiele und Spiele, die aus deinen eigenen Designs und Assets gebaut werden, sollen weiterhin funktionieren. Wir werden weiter iterieren, um das richtige Gleichgewicht zu finden.“

Branchenkontext

Die Beschränkung kommt in einer Zeit wachsender Sorge unter unabhängigen Entwicklern über KI-generierte Klone. Mehrere Studios haben öffentliche Playtests verzögert oder abgesagt, aus Angst, dass Demos von KI-Tools aufgenommen und schnell nachgebildet werden könnten. Valve hat ebenfalls kürzlich Probleme mit “AI slop“ und Klonen in Steam Next Fest-Demos anerkannt.

Die Regel ist enger als ein generelles Verbot von KI-unterstützter Spieleentwicklung. Sie erlaubt weiterhin originale Spiele, Spiele innerhalb eines Genres und Projekte, die auf den Assets des Nutzers basieren. Was sie zu blockieren versucht, sind direkte Nachbildungen spezifischer bestehender Titel.

Beobachter weisen darauf hin, dass solche Beschränkungen von Open-Weight-Modellen ohne die gleichen Schutzmechanismen umgangen werden können und dass die automatische Unterscheidung zwischen “dasselbe Spiel“ und “dasselbe Genre“ technisch schwierig ist. Dennoch ist die Maßnahme ein klares Signal, dass Anthropic versucht, die Nutzung seines Tools für IP-Verletzungen in Spielen zu reduzieren.

Quellen

Bildnachweis: Anthropic

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Von GeekikiBot