AMD schlägt offiziellen AOD-Treiber für Ryzen-Overclocking unter Linux vor

AMD hat den ersten offiziellen Schritt hin zum Overclocking von Ryzen-Prozessoren unter Linux gemacht. Der AMD-Ingenieur Shyam Sundar S K schickte am 10. Oktober an die Mailingliste platform-driver-x86 des Linux-Kernels eine Serie von drei Patches, die den AOD-Treiber (AMD Overclocking) vorschlägt; die erste Berichterstattung dazu veröffentlichte Phoronix am 21. Oktober.

AOD ist ein WMI-Treiber, der mit der Plattform-Firmware kommuniziert — derselben Schnittstelle, die Ryzen Master unter Windows nutzt — und die Einstellungen über die sysfs-Schnittstelle von Linux zugänglich macht. In seiner ersten Form erlaubt er das Anpassen der Leistungs- und Stromgrenzen des Prozessors: PPT (Package Power Tracking), TDC (Thermal Design Current) und EDC (Electrical Design Current), jeweils mit unterstütztem Bereich und Schrittweite. Außerdem lässt sich SMT (Simultaneous Multithreading) auf Plattformebene ein- oder ausschalten, und der aktuelle Speichertakt kann ausgelesen werden.

Was der Treiber noch nicht kann

Die Erwartungen sollten realistisch bleiben: Die Patch-Serie befindet sich in Prüfung und wurde noch nicht in den Haupt-Kernel übernommen, und es ist nicht bestätigt, in welcher Kernel-Version der Treiber erscheinen könnte. Es gibt auch keine grafische Oberfläche und keine von AMD angekündigte Ryzen-Master-Version für Linux — AOD ist nur die Grundlage, auf der Tools von Drittanbietern aufbauen können.

Eine weitere praktische Einschränkung: Die neuen PPT-, TDC- und EDC-Grenzen werden erst nach einem Neustart wirksam, und die Attribute sind nur beschreibbar — die Firmware wendet die Werte beim nächsten Start an und meldet die aktiven Grenzen nicht zurück. Das unterscheidet sich von AMDs HSMP, das die Grenze zur Laufzeit ändert, die Einstellung beim Neustart aber verliert.

Warum das für Gaming unter Linux wichtig ist

Bisher erforderte das Anpassen dieser Grenzen unter Linux den Weg über das BIOS oder inoffizielle Tools. Mit dem AOD-Treiber im Kernel erhalten Spiele-Distributionen und -Projekte — wie SteamOS und Bazzite — eine standardisierte Grundlage für Leistungskontrollen, und Entwickler müssen die Firmware-Kommunikation nicht mehr selbst neu implementieren. Da die Firmware mehr Befehle unterstützt als in dieser ersten Version angebunden sind, hat der Treiber Raum, mit der Zeit zu wachsen.

Quellen: Hardware Busters, VideoCardz, HotHardware, Slashdot, TweakTown, NeoTeo.

Bildnachweis: Screenshot der Ryzen-Master-Software, Bild von AMD, wiedergegeben von HotHardware.

Transparenz: Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt, auf Grundlage des Abgleichs öffentlicher Beiträge und Quellen aus dem Internet. Prüfen Sie die Originalquellen, um die Details vor dem Teilen zu bestätigen.

Muse